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Stadthagen Stadt Stadt Stadthagen tritt Tourismus-Verein bei
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Stadt Stadthagen tritt Tourismus-Verein bei
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18:19 09.11.2019
STADTHAGEN

Der SLT ist im Bereich des Tourismus-Marketings ein Dienstleister der meisten Kommunen im Landkreis. Aber weil Stadthagen wie andere Kommunen auch nicht Mitglied in dem Verein ist, „haben wir letztendlich keine verbindliche Mitsprache bei den Entscheidungen und beim Wirken des SLT“, machte der städtische Wirtschaftsförderer Lars Masurek klar.

„Es kann aber noch mehr passieren“

Das soll sich durch den Beitritt nun ändern. Die Initiative dazu war laut Masurek vom Landkreis ausgegangen, der auf eine Mitgliedschaft der Kommunen beim SLT Wert legt. Damit wird das Ziel verfolgt, die regionale Zusammenarbeit der Tourismuspartner noch verbindlicher zu machen. „Auch können auf diese Weise komplexere Projekte umgesetzt werden“, fügte Masurek hinzu. So seien unter Leitung des Landrats in den vergangenen zwölf Monaten einige Abstimmungsgespräche mit SLT und Kommunen geführt worden, „mit eindeutig positiver Resonanz seitens der Kommunen“, so Masurek. Der SLT bringe „gute Leistungen, er steht im regionalen Vergleich gut da“, betonte der Wirtschaftsförderer: „Das kann ich mit großer Überzeugung sagen.“

SLT-Leiter Olaf Boegner verdeutlichte, dass der Verein schon jetzt viel für die Kreisstadt tue, etwa bei der Gästeführer-Ausbildung und bei Reise-Arrangements. „Es kann aber noch mehr passieren“, stellte er klar. So wolle man mehr Busreisen nach Stadthagen ermöglichen und den Aspekt der Industriekultur besser vermarkten.

Masurek enttäuscht von Resonanz

Den jährlichen Beitrag für die Mitgliedschaft wird nach den Worten von Boegner die neu zu bildende SLT-Mitgliederversammlung beschließen. Die SLT wird finanziell vor allem vom Landkreis sowie von der Sparkasse Schaumburg getragen, dazu kommen eigene Erträge. Bei der angestrebten Mitgliedschaft der Kommunen geht es laut Boegner aber „nicht in erster Linie darum, Finanzmittel zu generieren“. Vielmehr sei der Punkt, die Kommunen „in einer Klammer zu einer gemeinsamen verbindlichen Mitwirkung an der Schaumburger Tourismus-Förderung zu bringen“.

Keine Rolle in der Sitzung spielte die offene Frage, ob die Stadt Mitglied im Tourismusverband Weserbergland bleiben oder austreten wird. Darüber war im Frühjahr wie berichtet eine heftige Debatte ausgebrochen. Damals war beschlossen worden, diese Frage erst nach Erstellung eines „Touristischen Leitfadens“ für die Stadt zu beantworten. In die Erarbeitung dieses Leitfadens sollen alle hiesigen Akteure aus dem Bereich Tourismus eingebunden werden. Dazu hat Anfang November als „Kick off“-Veranstaltung ein erster Runder Tisch stattgefunden. Die Politik sei dabei gut vertreten gewesen, berichtete Masurek, aber aus dem touristischen Bereich, etwa von der Gastronomie und den Vereinen hätten viele Akteure gefehlt. „Über die Resonanz war ich schon etwas enttäuscht“, räumte Masurek ein: „Das kann besser werden.“ Die Verwaltung werde in dieser Angelegenheit „noch mal ordentlich mobilisieren“. Von Stefan Rothe

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