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Stadthagen Stadt Stadt bleibt vorerst bei Facebook
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Stadt bleibt vorerst bei Facebook
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14:45 19.07.2018
Die von der Stadt betriebene Facebook-Seite „Stadthagen Tourismus“ bleibt zunächst am Netz.
Die von der Stadt betriebene Facebook-Seite „Stadthagen Tourismus“ bleibt zunächst am Netz. Quelle: pr.
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Stadthagen

Die Verwaltung der Stadt Minden etwa hatte kürzlich zahlreiche Fan-Seiten aus dem sozialen Netzwerk entfernt. Darunter waren neben dem Facebook-Auftritt des Mindener Stadttheaters und dem der Stadtbibliothek auch die Seite der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt. Diese hat Berichten des Mindener Tageblatts zufolge besonders mit der Entscheidung zu kämpfen, weil das Netzwerk für sie einen wichtigen Faktor bei der Anwerbung von Neumitgliedern darstellt.

In Stadthagen sind solche Schritte derzeit aber nicht geplant, weder mit Blick auf das EuGH-Urteil noch der neuen Datenschutzverordnung, sagt Bürgermeister Oliver Theiß. Unmittelbar selbst betreibe die Stadt bei Facebook nur die Seite „Stadthagen Tourismus“. Diese werde von Mitarbeitern kontrolliert, außerdem lasse man sich von einem externen Datenschutzbeauftragten beraten.

Den Stadthäger Feuerwehren hat die Stadt das Recht auf eine eigene Öffentlichkeitsarbeit eingeräumt. Das betrifft auch die Online-Aktivitäten der Brandschützer. „In letzter Konsequenz steht die Stadt aber trotzdem in der Verantwortung“, sagt Theiß. Deshalb plane die Verwaltung jetzt ein Treffen mit Feuerwehrleuten und Vertretern zum Beispiel des Familienzentrums, dessen Mitarbeiter sich ebenfalls selbst um Pressesachen kümmerten.

Feuerwehren weiter auf Facebook

Somit ist die Kernstadt-Feuerwehr weiterhin bei Facebook vertreten, ebenso wie die meisten Ortsteil-Wehren. Die Seiten werden vor allem genutzt, um die Einsätze zu posten und auf die eigenen Internetseiten zu verlinken. Allerdings verzichtet Stadt-Feuerwehrsprecher Sönke Fischer aktuell auf die Einrichtung einer Fanseite für die Stadtfeuerwehr. Er wolle erst einmal abwarten, bis genauer geklärt sei, wie sich das Urteil und die Datenschutz-Verordnung langfristig auswirken.

Ein Blick in den restlichen Landkreis: Im Norden hat zum Beispiel die Feuerwehr Rodenberg ihre Seite vorsichtshalber abgeschaltet. „Was schade ist“, sagt Gemeindebrandmeister Jens Löffler. Schließlich informierten sich die Menschen dort auch über Einsätze.

Eine Anweisung zur Abschaltung von oben hat es aber nicht gegeben, sagt Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote. „Natürlich muss man vorsichtig sein und ständig auf die Seiten achten.“ Dazu habe es auch Empfehlungen gegeben. „Wir geben bei Veranstaltungen immer den Hinweis, dass die Besucher damit rechnen müssen, fotografiert zu werden.“ Wer das nicht möchte, müsse eben widersprechen. Die Notwendigkeit, Seiten vom Netz zu nehmen, sieht Grote nicht. lht/col/jcp