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Stadthagen Stadt Stadthäger Co-working space öffnet nicht vor September
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Stadthäger Co-working space öffnet nicht vor September
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13:50 23.06.2019
Die Eröffnung des Coworking Space im ehemaligen Alcatel-Gebäude verzögert sich schon wieder.
Die Eröffnung des Coworking Space im ehemaligen Alcatel-Gebäude verzögert sich schon wieder. Quelle: Archiv
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Doch auch daraus ist nichts geworden. Der Grund: „Eine Lieferant hat uns hängen lassen“, berichtet Sven Rickes, Geschäftsführer der Firma Compa Logistik, die den Gewerbepark betreibt. Bei der ausstehenden Lieferung geht es laut Rickes um eine Entrauchungsanlage. Diese muss in einem Treppenhaus installiert werden, das mittelbar mit den Räumlichkeiten des Co-working Space in Verbindung steht. „Erst dachten wir, da muss gar kein Brandschutz hin, bis sich herausgestellt hat, dass auch dieses Treppenhaus als Fluchtweg dienen muss“, erzählt der Geschäftsmann. Die Firma für die Brandschutz-Anlagen hatte nach Darstellung von Rickes zunächst den Mai als Liefertermin zugesichert. „Das hat aber nicht geklappt.“

Keine Prognose

Nun sei der August als Liefertermin vereinbart worden. Das bedeutet: Der Co-working Space kann laut Rickes frühestens im September eröffnet werden. Genauer will er sich nicht mehr festlegen: „Ich fühle mich nicht mehr in der Lage, eine genaue Prognose abzugeben.“ Rickes habe aufgehört sich zu ärgern: „Ich habe gelernt, mich in Geduld zu üben“. Auf manche Dinge habe man halt keinen Einfluss.

Außer der genannten Entrauchungsanlage sei ansonsten alles andere vorhanden: der restliche Brandschutz und die komplette Ausstattung. „Es fehlt nur noch an der einen Sache“, sagt Rickes.

Er werde in Kürze auf die Stadtverwaltung zugehen und anfragen, ob auch ohne Entrauchungsanlage eine vorläufige Teilabnahme erfolgen kann, „um schon vor September zumindest ein ,Soft Opening‘ veranstalten zu können“. Er wisse aber, dass er das nicht verlangen und erwarten könne, fügt Rickes hinzu.

Für Kreative und Start-ups

Der Co-working Space soll Raum für 50 Arbeitsplätze bieten. Diese können gemietet werden. Dabei ist bei dem Gemeinschaftsbüro für Kleinunternehmer vor allem an junge Kreative und an Start-ups gedacht. Das Konzept ist bisher eher aus urbanen Zentren bekannt. In Ratspolitik und Stadtverwaltung werden an das Projekt durchaus gesteigerte Erwartungen geknüpft. Daher dürfte die mehrfache Verzögerung dort mit Interesse beobachtet werden.

Der Start für die Vermarktung der Büroflächen ist laut Rickes noch nicht erfolgt. „Das machen wir erst, wenn der Eröffnungstermin wirklich fix ist.“

Von Stefan Rothe