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Stadthagen: Letzte Predigt von Thomas Thannippara

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08:59 14.06.2021
Ein Mann des Wortes und des Humors: Pastor Thomas Thannippara. Im Hintergrund Pastor Markus Grabowski. 
Ein Mann des Wortes und des Humors: Pastor Thomas Thannippara. Im Hintergrund Pastor Markus Grabowski.  Quelle: vhs
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Stadthagen

Zum Abschied hat es sich Pastor Thomas Thannippara nicht nehmen lassen, noch einmal in der St.-Joseph-Kirche zu predigen. In der Symbolik, aus Wasser reichlich Wein werden zu lassen, damit ein Fest gefeiert werden kann, sieht der katholische Seelsorger auch sein eigenes Wirken in Stadthagen und in Bückeburg.

Aus eigener Kraft sei das allerdings nicht möglich, sondern nur durch den Glauben, das Gottvertrauen und das Zusammenwirken in der Kirchengemeinde: „Das wirkt Wunder!“ Fünf Jahre Gemeindearbeit liegen hinter dem gebürtigen Inder.

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Seit zehn Jahren lebt er in Deutschland. Der Rückblick zeigte immer wieder, mit wie viel Humor er das Leben sieht und erlebt. Die Tücken der deutschen Sprache waren Thema, ebenso die Rätsel der deutschen Küche und die Liebe mancher Menschen zum Leben fürs Protokoll.

Es war unmittelbar zu spüren, wie viel Sympathie, wie viel Zuneigung Bruder Thomas nicht erst am Ende seiner Zeit in Stadthagen entgegengebracht wird. Als Vertreter der St.-Martini-Gemeinde lobte Oberprediger Martin Runnebaum vor allem die ökumenische Zusammenarbeit mit seinem Kollegen.

Neue Aufgabe in Ilsede

Der Apfelmarkt hatte anscheinend Gelegenheit geboten, der Paradiesfrucht ganz neue und im Kern verbindende Seiten abzugewinnen. Die kleine Kerze als Präsent wies dabei schon in die Zukunft. Nach Ilsede zieht es den Weltenbummler, der ganz Schaumburg-Lippe durch seine Arbeit in mehreren Gemeinden lieben lernte.

Ulrike Hofmacher und andere Vertreter der Gemeindegremien fanden sehr persönliche Worte zum Abschied. Dass man in der Gemeinde nicht nur Jubeltage hinter sich hat und in der katholischen Kirche manchmal „stürmische Zeiten“ erleben muss, wurde auch angedeutet.

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Umso wichtiger sei es, so betonte Pastor Markus Grabowski als Kollege, dass ein Seelsorger wie Thannippara die Herzen der Menschen wirklich erreiche, sich selbst öffne, zuhöre und sogar damit auf seine Art den Glauben verkünde.

Die Pandemie setzte der Feierlichkeit gewisse Grenzen. Ina Seidl und Marita Spiekermann sangen umso beherzter und hatten durch Jutta Jänsch an der Orgel eine kraftvolle Begleitung. Begeisterter Beifall war im offenen Teil der Veranstaltung immer wieder zu hören. Nicht wenige Bürger Stadthagens ließen so erkennen, dass das Gemeinwesen Pastor Thannippara Dank und Anerkennung schuldet. Von Volkmar Heuer-Strathmann