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Stadthagen Stadt Stadthotel Gerbergasse wird im Internet zum Verkauf angeboten
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Stadthotel Gerbergasse wird im Internet zum Verkauf angeboten
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12:24 14.07.2019
Das Stadthotel Gerbergasse in Stadthagen wird im Internet zum Verkauf angeboten. Quelle: dpa
Stadthagen

Hotelinhaber Frank Döppner will nach eigener Aussage aber lediglich „vorfühlen“, ob sich potenzielle Käufer für das Stadthotel interessieren. Das sei nicht mit dem festen Vorhaben verbunden, tatsächlich zu verkaufen. Der Hotelbetrieb laufe unter seiner Leitung weiter, Zimmer können auch künftig gebucht werden.

Arthax bietet das Stadthotel als „Gewerbeimmobilie in Stadthagen“ für 580.000 Euro an und wirbt mit 21 Fotos für den 1334 Quadratmeter großen Komplex an der Ecke Querstraße/Echternstraße. Das Haupthaus beherberge das Restaurant samt Küche und 18 Hotelzimmern. Im angeschlossenen Fachwerkgebäude zwischen Querstraße und Gerbergasse gebe es einen Saal und Konferenzräume, der Dachboden könne ausgebaut werden.

Laut Anzeige kann der laufende Hotelbetrieb „dank vorhandener Vorbuchungen direkt weitergeführt und ausgebaut werden“. Ein Sanierungsgutachten liege bereits vor. Auch das Inventar könne übernommen werden.

40 Prozent der Gäste stehen mit Faurecia in Verbindung

Der Makler bringt allerdings auch andere Möglichkeiten der Nachnutzung ins Spiel. So sei denkbar, das Stadthotel als „Ausbildungs- und Schulungszentrum, betreutes Wohnen oder als pflegerische Einrichtung“ umzubauen. Zu diesem Zweck könne das Nebengebäude „sehr gut einem Neubau weichen“, heißt es im Internet weiter.

Zu den Gründen für einen möglichen Verkauf will Döppner keine Stellung nehmen. Der Hotelbetrieb funktioniere, das Haus werde gut gebucht. Dennoch war der Hotelier in der Vergangenheit vor allem wegen des Faurecia-Weggangs aus Stadthagen besorgt. Gegenüber dieser Zeitung erklärte er im April 2018, dass etwa 40 Prozent seiner Gäste mit Faurecia in Verbindung stehen würden.

2017 hatte Döppner das Restaurant „Kleine Sinfonie“ im Stadthotel nach sieben Jahren geschlossen. Es sei nie gelungen, die Gaststätte kostendeckend zu betreiben, begründete er den Schritt in einem Bericht dieser Zeitung. Als Grund nannte er ausbleibende Laufkundschaft und Fachkräftemangel. von Katharina Grimpe