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Stadthagen Stadt Teilnehmerrekord bei Sommeruni
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Teilnehmerrekord bei Sommeruni
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17:43 28.06.2018
Aufmerksam und interessiert lauschen die Teilnehmer der Sommeruni in mehr als 80 Veranstaltungen den Ausführungen der Hochschuldozenten. Quelle: nk
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Stadthagen/Rinteln

Klassenzimmer verwandelten sich in Hörsäle, Professoren referierten über verschiedenste Themen, und dem einen oder anderen interessierten „Studenten“ rauchte am Ende der Veranstaltung schon mal der Kopf. Die „Hochschulorientierungstage“, so die offizielle Bezeichnung, boten auch in diesem Jahr jungen Menschen die Möglichkeit herauszufinden, welche berufliche Richtung sie nach der Schule einschlagen wollen – und ob dafür ein Studium infrage kommt.

Im Zuge der im vergangenen Jahr eingeführten komprimierten und auf zwei Städte aufgeteilten Form der Sommeruni, verteilten sich die Schüler beinahe gleichmäßig auf die Räumlichkeiten in Rinteln und Stadthagen.

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In der Kreisstadt konnten Interessierte auch ihre Nasen in die Verlagsräume der Schaumburger Nachrichten stecken. Verena Gehring, Chefin vom Dienst, erklärte den Jugendlichen den Redaktions-Alltag und erlaubte auch einen Einblick in die Ausgabe des nächsten Tages. Volontär Lennart Hecht berichtete über seine verschiedenen Ausbildungsstationen bis zum Redakteur.

„Weit über 100“ Jugendliche vom Gymnasium Ernestinum haben in Rinteln teilgenommen, so Projektleiterin Bernadette Unger-Knippschild. Darüber hinaus sei eine Vielzahl weiterer Schüler aus dem Raum Hameln und Bückeburg vertreten gewesen.

Mehr als 80 Veranstaltungen

Aufgrund des hohen Anteils der Teilnehmer aus der Region, an die sich das Projekt in erster Linie richten soll, hatten in diesem Jahr auch lediglich 15 Teilnehmer ihr Quartier im „Studentenwohnheim Ernestinum“ aufgeschlagen. Darunter schien auch ein wenig das „Campusleben“ abseits der Seminare zu leiden. Denn kein einziger Teilnehmer habe die Freizeitangebote, wie beispielsweise Boxen oder Sightjogging, wahrgenommen, teilte VHS-Mitarbeiterin Marina Starke mit.

Im Kontrast dazu stand das große Interesse der Teilnehmer an den mehr als 80 angebotenen Lernveranstaltungen. Fächer wie Soziologie, Design oder Wirtschaftspsychologie seien bei sehr vielen überaus begehrt gewesen. Aber auch wissenschaftliche Studiengänge oder das klassische Lehramt hätten eine gute Besucherzahl aufgewiesen. „Auffällig war zudem, dass eine große Neugierde für die neuartigen Studiengänge vorherrschte“, nannte Starke den diesjährigen Trend.

Bei der Platzvergabe der Seminare habe man sich stets bemüht, jeden individuell zufriedenzustellen. „Einige Kursumbuchungen waren sogar kurzfristig möglich. Da waren wir sehr flexibel“, erklärte Starke. Insgesamt bewerteten sie und ihr Team das Management der bisher größten Sommeruni als „entspannt und mit wenig Trubel verbunden“.

Auch die „Studenten“ stellten der Sommeruni in Sachen Angebot und Organisation ein gutes Zeugnis aus. Alles in allem sei er „doch positiv überrascht worden“, urteilte beispielsweise Moritz (17). Anna (18) erachtete die beiden Hochschultage als „inhaltlich interessant“ und für die Berufswahl „mehr oder weniger hilfreich“. nk