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Stadthagen Stadt Treffen auf der Baustelle
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Treffen auf der Baustelle
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10:11 22.02.2018
Awo-Kreisgeschäftsführerin Heidemarie Hanauske (hinten, von links) mit Quartiersmanagerin Christina Allard-Kopplin, Flüchtlingssozialarbeiterin Seyda Karabiyik, FSJ-lerin Luisa Voigt (vorne, links) und Ehrenamtskoordinatorin Diana Ludwig. Quelle: col
STADTHAGEN

Ganz bewusst habe man sich dazu entschieden, in die Räume am Gewerbepark Gubener Straße einzuladen, bevor diese komplett fertig sind. „Wir wollen den Menschen ja Gelegenheit geben, sich bei der Gestaltung einzubringen“, sagt Awo-Geschaftsführerin Heidemarie Hanauske, die gemeinsam mit der neuen Quartiersmanagerin Christina Allard-Kopplin durch die Räume führt.

Neuer "Kümmerer"

 Allard-Kopplin ist zum 15. September von der Awo eigens für dieses vom Land und der Stadt Stadthagen geförderte Projekt als „Kümmerer“ eingestellt worden. Die Diplom-Pädagogin stammt aus Hannover, lebt aber seit rund anderthalb Jahren in Lauenau und war zuvor im Jobcenter beschäftigt. Die 41-Jährige hat die vergangenen Wochen genutzt, die heimischen Institutionen, mit denen sie in den nächsten Monaten zusammenarbeiten wird, kennenzulernen.

 Ihrer Einschätzung nach gibt es in der Kreisstadt bereits viele Angebote, insbesondere auch von Ehrenamtlichen. „Angesichts der weiterhin steigenden Flüchtlingszahlen müsste aber auch allen klar sein, dass noch viel getan werden kann“, sagt Hanauske. Dafür sei das Begegnungszentrum eine Ergänzung. Sie betont: „Zumal unser Angebot hier allen im Quartier offen steht, nicht nur Flüchtlingen oder Menschen mit Migrationshintergrund.“ Nur so könnte Integration gelingen: Über Begegnung mit Einheimischen, „und nur so lassen sich Vorurteile überwinden“.

 Auch für Allard-Kopplin steht das „soziale und tolerante Miteinander der Menschen im Vordergrund“. Gerade „in Zeiten des Populismus“ sei es wichtig, dass Menschen verschiedener Kulturen miteinander ins Gespräch kommen.

Ehrenamtskoordination

 Ebenfalls ihr Quartier aufschlagen wird in den neuen Räumen Ehrenamtskoordinatorin Diana Ludwig. Bisher hat sie ihr Büro Am Markt, „aber es ist sinnvoll, das Ehrenamt hier mit anzudocken“, erklärt Hanauske. Unterstützt werden die beiden zusätzlich von Flüchtlingssozialarbeiterin Seyda Karabiyik, die auch für die Betreuung der Menschen in der benachbarten Flüchtlingsunterkunft zuständig war, und Luisa Voigt, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr bei der Awo absolviert. Neben zwei Büros für die Mitarbeiterinnen entsteht ein besprechungs- sowie ein Veranstaltungsraum.

 Mit dem Begegnungszentrum soll ein Ort geschaffen werden, an dem sich Menschen kennenlernen können, wo sie ihre Freizeit aktiv gestalten und sie sich selbst mit ihren Interessen einbringen können. Außerdem soll dort ein Veranstaltungsort für Stadtteilfeste und Informationsveranstaltungen entstehen. Workshops und Projekte sollen hier stattfinden sowie ein regelmäßiges Café angeboten werden.

Netzwerktreffen geplant

 Nach dem ersten offenen Treffen sollen noch in diesem Jahr Vereine und Institutionen zu einem Netzwerktreffen eingeladen werden, „um sie hier einzubinden“, wie Hanauske sagt. Sie erhoffe sich dabei Ideen, was gemeinsam getan werden kann, „vielleicht möchte sich ja auch jemand hier verorten und Beratungsstunden abhalten“.

 Zum Kennenlernen im Begegnungszentrum lädt die Awo für Freitag, 10. November, um 16 Uhr ein, Gubener Straße 1 (Gewerbepark). Quartiersmanagerin Christina Allard-Kopplin ist erreichbar unter Telefon (0175) 3523030 und per E-Mail an bmk.ak@awo-kv-schaumburg.de. col