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Stadthagen Stadt „Tropicana“ soll mit der Zeit gehen
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt „Tropicana“ soll mit der Zeit gehen
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20:35 23.05.2013
Der Aufsichtsrat der Wirtschaftsbetriebe Stadthagen mit (von links) Jens Schmücking, Bernd Hellmann, Helmut Kirchhöfer und Gunter Feuerbach will das „Tropicana“ zukunfts- und bedarfsgerecht aufstellen. Dazu gehören auch potenzielle bauliche Erweiterungen. Quelle: rg

Von Verena Insinger

 Stadthagen. Bernd Hellmann, Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender, nannte potenzielle Veränderungen. Zum einen könnte ein baulich abgetrenntes Bewegungsbecken die Anforderungen von Senioren, Sportkursen und Vereinen erfüllen. Zum anderen können sich die Aufsichtsratsmitglieder eine Erweiterung der Dünenlandschaft vorstellen – mit einem Sportschwimmbecken oder aber einem Kombinationsbecken für Schwimmer und Nichtschwimmer.

 Das „Tropicana“ fährt jährlich ein Defizit in Höhe von 1,7 Millionen Euro ein. Eingerechnet sind darin nach Angaben Gunter Feuerbachs, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, etwa 800000 Euro für Zinsen und Abschreibungen.

 Nicht nur die finanzielle Entwicklung macht dem Aufsichtsrat zu schaffen. Auch die Besucherzahlen gehen laut Hellmann zurück. „Aus diesem Grund müssen wir uns bedarfsgerechter aufstellen“, erläutert er. Denn: Im Zuge des demografischen Wandels sinke die Zahl junger Familien in Stadthagen und Umgebung sukzessive, während der Anteil der Senioren steige.

 Sobald genaue Zahlen und Pläne vorliegen, will die Arbeitsgruppe – zum Großteil bestehend aus dem Aufsichtsrat – Gespräche mit Nutzergruppen wie Vereinen, Krankenkassen und Schulen führen. Zum Schluss werden die Ergebnisse zur politischen Diskussion gestellt. „Dabei legen wir großen Wert auf Transparenz und Bürgerbeteiligung“, betont Hellmann. Zu möglichen Investitionskosten will sich der Aufsichtsrat noch nicht äußern.

 Auf die Frage, ob die Veränderungen am „Tropicana“ Auswirkungen auf das stillgelegte Wellenbad haben, sagte Hellmann: „Das Wellenbad hat zweite oder dritte Priorität.“