Unklare Fälle bei Schließungen von Geschäften in Stadthagen
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Stadthagen Stadt Unklare Fälle bei Schließungen von Geschäften in Stadthagen
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17:15 19.03.2020
Bei den Einzelhändlern gelten unterschiedliche Regelungen, manche dürfen weiterhin öffnen.  
Bei den Einzelhändlern gelten unterschiedliche Regelungen, manche dürfen weiterhin öffnen.   Quelle: Vera Skamira
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Stadthagen

Die Verordnung zur Schließung von Geschäften – mit Ausnahme einiger weniger wie Supermärkte und Apotheken – wird in Stadthagen nach Beobachtung der Verwaltung eingehalten. Es gebe aber unklare Fälle.

Mitarbeiter des Ordnungsamtes hätten Kontrollen gemacht, sagt Verwaltungssprecherin Bettina Burger. Zwar habe es vereinzelt Geschäfte gegeben, die erst nach einem Hinweis der Verwaltungsmitarbeiter schlossen. So zum Beispiel ein Nagelstudio. „Die waren dann aber eher froh über die Aufklärung“, sagt Burger. Widerstand hätte es keinen gegeben.

Grauzonen in Geschäften

Einige Fälle seien unklar, sagt Burger. Diese würden an die Kreisverwaltung übermittelt, die die Verordnung verabschiedet hat und entscheiden muss. So führe zum Beispiel der immer noch geöffnete Haushaltswaren-Discounter Mäc-Geiz auch Tiernahrung, also sowohl Waren, die von der Verordnung betroffen sind als auch solche, bei denen das nicht der Fall ist. Das treffe auch auf Kik und Tedi zu. Ebenfalls eine Grauzone sind die Geschäfte, die noch eine Poststation betrieben. 

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Generell stockt die Stadt das Personal im Ordnungsamt aufgrund der anstehenden Kontrollen nicht auf. Die drei Mitarbeiter übernehmen die Überwachung des Öffnungsverbotes innerhalb ihrer normalen Schicht. Geht es nach Innenminister Boris Pistorius, soll die Polizeipräsenz auf den Straßen erhöht werden, um gegen Verstöße vorzugehen. Bei der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg müsse erst über die neue Verfügung aus dem Ministerium gesprochen worden, erklärte Pressesprecher Daniel Jahn gestern. Noch sei nicht klar, wie diese umgesetzt werde.

Neue Homepage der Stadt

Bislang hat die Verwaltung ihr Personal noch nicht in Kurzarbeit geschickt, teilt Burger mit. Vielmehr würden nun Rückstände aufgeholt. Der eine oder andere arbeite vom Homeoffice aus.

Um die Stadthäger über alles Aktuelle zur Corona-Krise zu informieren, gestaltet die Stadt ihre Homepage um. Zu den Menü-Kacheln kommen zwei neue Punkte hinzu. Der eine soll das Allgemeine zu Corona beinhalten. Der andere richtet sich nach Angaben der Verwaltungssprecherin an die hiesige Wirtschaft. Geschäftsleute können sich da über das Thema Kurzarbeit, Arbeitsausfall und Kredite informieren. Wann das genau umgesetzt ist, konnte Burger noch nicht sagen.

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