Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadthagen Stadt Vorstand fühlt sich ins Abseits gedrängt
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Vorstand fühlt sich ins Abseits gedrängt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
In welchem Umfang das Mausoleum ab 2021 für Besucher offenstehen wird, ist noch völlig ungeklärt.
In welchem Umfang das Mausoleum ab 2021 für Besucher offenstehen wird, ist noch völlig ungeklärt. Quelle: RG
Anzeige
Stadthagen

„Das ist ein ärgerlicher Vorgang und ein völlig falscher Ansatz des Sparens“, schimpft Vorsitzender Harald Weidenmüller: „In unserer Jahresversammlung Mitte März wird Bürgermeister Theiß unsere Verärgerung zu spüren bekommen“, kündigt er an.

„Tourismus ist schließlich wichtig“, fährt Weidenmüller fort, „denn die Gäste bringen Geld in die Stadt.“ Man werde in Gesprächen mit den Verantwortlichen von Rat und Verwaltung einen Kompromiss anstreben. „Vielleicht mit einer Einschränkung der Öffnungszeiten für das Mausoleum, damit es nicht ganz geschlossen werden muss.“

Enttäuscht ist der Verein auch über Pläne des Bürgermeisters, die „Tage der Weserrenaissance“ in einem jährlichen „Kulturfestival“ aufgehen zu lassen. „Dass der Begriff Weserrenaissance dabei nicht mehr auftaucht, finden wir sehr bedauerlich“, kritisiert Weidenmüller.

„Es ist schade, dass der Aspekt der Weserrenaissance bei der neuen Namensgebung für die Veranstaltung vernachlässigt wird“, so der Vorsitzende weiter: „Die Stadt, die sich Stadt der Weserrenaissance nennt und diesen Begriff wie ein Logo führt, müsste doch selbst ein Interesse daran haben, dass sich dieses in einer Veranstaltung mit Wiedererkennungswert niederschlägt.“ Weidenmüller schlägt als Kompromiss den Titel „Kulturfest in der Stadt der Weserrenaissance“ vor.

Der Vorstand habe seine Kritik bereits gegenüber dem Bürgermeister deutlich gemacht und ihn gebeten, sich auf eine Alternative einzulassen. Dass der Renaissanceverein aktiv an der Durchführung des geplanten Kulturfestivals beteiligt werden soll, steht laut Weidenmüller zwar außer Frage. Bei der Vorbereitung der Veranstaltung werde der Verein den Namen jedoch noch einmal zum Thema machen, kündigt er an.

Hintergrund: In der Vergangenheit fanden die Tage der Weserrenaissance stets jährlich statt. Dann hieß es aus dem Rathaus, die Veranstaltung solle sie sich ein ums andere Jahr mit den neu ins Leben gerufenen Wilhelm-Busch-Tagen abwechseln. „Das war der erste Sündenfall“, bilanziert Weidenmüller, fügt aber auch hinzu: „Damit hätten wir uns noch abgefunden.“ Inzwischen stehe aber fest, dass es keine Wiederholung der Wilhelm-Busch-Tage geben wird. Und gleichzeitig drohe den Tagen der Weserrenaissance bisheriger Prägung das Aus, sodass der Verein mit seiner angestammten Veranstaltung ganz außen vor sei.