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Stadthagen Stadt Wenn Werbung zur Kunst wird
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Wenn Werbung zur Kunst wird
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15:06 26.11.2018
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Stadthagen/Bad Münder

Dynamische Segelboote, wippende Yachten, die faszinierende Silhouette einer automobilen Rarität, beeindruckende Architekturaufnahmen – eine Ausstellung in den Räumen des Ateliers Goulbier und der Sammlung Wilkhahn in Eimbeckhausen zeigt jetzt Arbeiten des Fotografen Heinrich Hecht.

In drei großen Räumen einer ehemaligen Fabrikhalle zeigt der Stadthäger Hecht einen Querschnitt seiner Arbeit. Großformatige Bilder aus dem Segelsport, der großen Leidenschaft des Fotografen, sind zu sehen, aber auch außergewöhnliche Architekturfotografie. Darunter Arbeiten, die einen besonderen Blick auf den umgebauten Niedersächsischen Landtag werfen. Für den Möbelhersteller Wilkhahn fotografierte Hecht die Wirkung der Bestuhlung, in direkter Nachbarschaft zum Unternehmen stellte er nun seine Arbeiten vor.

Transparenz und Klarheit

Reinhard Spieler, Direktor des Sprengel-Museums Hannover, ordnete für die Besucher der Vernissage das Verhältnis von Kunst und Werbung in der Fotografie ein, aus Stuttgart war Wolfgang Mairinger angereist. Der leitende Architekt des Landtags-Umbaus aus dem Büro Blocher und Partner skizzierte den Hauptgedanken beim Umbau: „Transparenz und Klarheit.“ Diese Idee spiegele sich nicht nur in einem gläsernen Plenarsaal, sondern auch der zeitlosen Architektur. Die gradlinige Bestuhlung von Wilkhahn führe diese Idee konsequent fort. Hecht habe diese Idee bildnerisch umzusetzen gewusst. Hecht sei es gelungen, mit seinen Fotografien „unsere Gedanken weiter zu vermitteln.“

Der Stadthäger Künstler berichtete dem Publikum von der Entstehung einzelner Bilder und ihrer Geschichte, betonte dabei aber, kein Lieblingsmotiv zu haben: „Architektur, Kunst, Wasser und Automotive gehen ineinander über“. Gelegentlich fotografiere er auch Menschen, aber es müssten Gesichter sein, die eine Geschichte transferieren. Für seine Bilder greift der Fotograf nicht nur zu herkömmlichen Kameras. Auf einigen seiner Bilder ist auch ein Exemplar mit Seltenheitswert zu sehen. „Die ,Gilde‘ von einem Kamerahersteller aus Rinteln. Weltweit gibt es davon nur 17 Stück“, verriet er.

International unterwegs

Mit Gästen plauderte er über sein neues Buch mit dem Titel „150 Jahre Norddeutscher Regatta Verein“, aber auch über die Entstehung seiner Bilder. Er arbeitete für zahlreiche international bekannte Unternehmen, gehörte auch zum offiziellen Team der Reichstagsverhüllung von Christo.

Die ist für Besucher ab sofort nach Anmeldung zu sehen. Anmeldungen nimmt Gisela Hahne per E-Mail an gisela.hahne@wilkhahn.de und unter Telefon (0 50 42) 99 93 43 entgegen.

Von Patricia Szabo