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Stadthagen Stadt Westwall erst in zwei Jahren dran
Schaumburg Stadthagen Stadthagen Stadt Westwall erst in zwei Jahren dran
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10:36 19.02.2018
Quelle: pr.
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STADTHAGEN

Die Arbeiten an diesem Abschnitt des Walls zwischen Amtspforten-Kreisel und Viehmarkt-Turm sind nach Angaben von Bauamtsleiter Gerd Hegemann für die Jahre 2019/20 vorgesehen. Nach derzeitigem Kenntnisstand müssen dafür rund 630 000 Euro aufgewendet werden.
Die Sanierung des Westwalls konnte laut Hegemann aus stadtplanerischen Gründen nicht direkt an die Arbeiten am Ost- und Nordwall angeschlossen werden. Denn noch gibt es kein fertiges Konzept für den Bereich um das Modehaus Hagemeyer.
Denn noch in vollem Gange sind die Überlegungen zur Innenstadtentwicklung vor dem Hintergrund des Förderprogramms „Städtebaulicher Denkmalschutz“. Hier geht es auch um eine bessere Anbindung von Hagemeyer an den Marktplatz. „Und Veränderungen an der Marktstraße hätten auch Auswirkungen auf den Westwall an dieser Stelle“, erläutert Hegemann.
Ein zweiter Aspekt kommt hinzu: Auch das innerstädtische Verkehrskonzept harrt noch seiner Vollendung. In diesem Zusammenhang seien Überlegungen eines neuen Walldurchbruchs nördlich der Commerzbank mit einem eventuellen Kreisel vor Hagemeyer „formell noch nicht völlig vom Tisch“, erinnert der Bauamtsleiter. Wie diese Frage letztlich entschieden wird, beeinflusse die Gestaltung des Walls in diesem Bereich massiv.

Sanierung ab 2019

„Beide Konzepte müssen erst stehen, bevor wir den Westwall anfassen, damit es eine stimmige Gestaltung ergibt“, betont Hegemann. Er erwarte sowohl die Fertigstellung des Konzeptes zur Innenstadtentwicklung als auch des Verkehrskonzeptes im kommenden Jahr. Daraus ergäben sich als Zeitraum für die Sanierung des Westwalls die Jahre 2019/20.
Zunächst soll dann der Nordabschnitt des Westwalls zwischen Hagemeyer und Viehmarkt-Turm bearbeitet werden. Notwendig ist zum einen die Sanierung der Wege (170 000 Euro). Etliche der „abgängigen“ großen Bäume müssen weg, sollen teilweise durch Neupflanzungen ersetzt werden. Der Spiel- und Bolzplatz soll laut Hegemann komplett erneuert werden. Auch die Ausstattung des Wallabschnitts mit Sitzbänken und Papierkörben wird erneuert. Für all das werden nochmal rund 100 000 Euro fällig.
Als zweites soll der südliche Teilabschnitt zwischen Amtspforten-Kreisel und Hagemeyer dran kommen. Hier ist der Baumbestand nach den Worten Hegemanns weitestgehend intakt, insofern fallen dort für Begrünung und Möblierung nur 60 000 Euro an. Recht teuer wird hier aber die Sanierung der Wege, von denen die am Hang „im Verlauf eventuell leicht modifiziert werden sollen“, so der Bauamtschef. An Stelle der neben Hagemeyer befindlichen Treppenstufen soll nach Darstellung Hegemanns ein barrierefreier Abschnitt eingerichtet werden. Für die Wegesanierung müssen voraussichtlich 300 000 Euro ausgegeben werden.
Klappt alles wie geplant, kann die Stadt 2021 bei ihrem Alleinstellungsmerkmal Wallanlage eine komplette Sanierung vorweisen. ssr