Westwall in Stadthagen wird endlich saniert
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Stadthagen Stadt Westwall in Stadthagen wird endlich saniert
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06:55 10.06.2020
Die Decke des Weges ist bereits zum Teil ausgebessert. Jetzt soll der Rest folgen. Quelle: rg
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Stadthagen

Dabei handelt es sich nach Auskunft des Verkehrsvereins-Vorsitzenden Karl-Heinz Hepe zwar nicht um die Maximalvariante, aber immerhin „um eine akzeptable Lösung, mit der wir leben können“.

Wie Hepe berichtet, soll die Ausbesserungsdecke für den Weg auf dem Kamm des Walls, die vor einiger Zeit bereits auf 60 Prozent der Strecke des Westwalls ausgebracht worden war, auch auf die restlichen 40 Prozent angewendet werden. Der Verkehrsverein habe festgestellt, dass diese Ausbesserungsdecke „eine sehr solide Grundlage bildet“, so Hepe: „Das ist eine glatte und sehr harte Fläche, die wirklich ausreichend ist.“

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Die ausführende Firma habe der Stadtverwaltung zudem versichert, dass diese Deckschicht eine sehr lange Lebensdauer habe. „Das ist also eine praktikable, schnell umsetzbare Lösung, mit der ein guter Zustand hergestellt wird“, zeigt sich der Vertreter des Verkehrsvereins zufrieden.

Angepackt werden soll auch „die bitter schlechte Beleuchtung“, so Hepe. Diese biete keine Verkehrssicherheit, im Abschnitt zwischen Hagemeyer und dem Restaurant „Thilo’s Stübchen“ (früher: „Torschreiberhaus“) sei sie gar nicht vorhanden. „Das ist besonders für die vielen Grundschüler ein Problem, die morgens in die dortige Schule Am Stadtturm gehen“, erläutert der Verkehrsvereins-Chef.

Nun seien Verwaltung und Politik auf den Vorschlag des Verkehrsvereins eingegangen, Geld, das im städtischen Etat 2019 für den Westwall eingestellt, aber nicht verwendet worden war, ins Jahr 2020 zu übertragen und dafür eine zeitgerechte Beleuchtung zu installieren. Sämtliche Ratsfraktionen hätten ihre Zustimmung dazu gegeben, berichtet Hepe: „Die Finanzierung der Beleuchtung ist also abgesichert.“ Die entsprechenden Arbeiten sollen noch vor Jahresende fertig sein. „Das ist jedenfalls die Vereinbarung zwischen uns und der Stadtverwaltung“, bekundet Hepe.

Um einen dritten Aspekt neben dem Weg und der Beleuchtung wird sich der Verkehrsverein selber kümmern. Der Verein wird die Aufstellung von drei Bänken finanzieren. Inbegriffen ist die Pflasterung vor der Bank und ein dazu gehörender Müllbehälter. Das Design soll dem der Bänke auf dem Ostwall entsprechen, erläutert Hepe. Der Verein „kratzt dafür sein letztes Geld zusammen“, wie der Vorsitzende formuliert, „wir bringen für die Maßnahme insgesamt 10.000 Euro auf.“

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Hepe betonte, es handele sich nicht um das Wunschergebnis des Verkehrsvereins. Dieses hätte unter anderem auch die Neuordnung und Sanierung der auf den Wall führenden Seitenwege beinhaltet als auch die Umwandlung der Treppe neben Hagemeyer in eine behindertengerechte Rampe. „Doch das hätte die Umsetzung wieder weit nach hinten rausgezögert“, so Hepe, „wir wollten jetzt aber endlich mal ein Ergebnis sehen.“

Insofern habe man sich auf die skizzierte Lösung verständigt, „die pragmatisch und schnell umsetzbar ist und mit der Stadt wie Bürger leben können.“ Der Westwall werde dann „in einem akzeptablen Zustand sein“, bekundet der Vorsitzende des Verkehrsvereins.

Immer wieder seit etlichen Jahren war die Sanierung des Westwalls verschoben worden. Teilweise war Geldmangel die Ursache, wiederholt wurden von Verwaltung und Politik für den Haushalt des Bauamtes andere Prioritäten gesetzt. „Jetzt wurde es endlich Zeit, dass die Sache mal fertig wird“, unterstreicht Hepe.

Von Stefan Rothe