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Asphalt-Mischwerk Reckmann: Fehlentscheidung einräumen
Schaumburg Stadthagen Themen Asphalt-Mischwerk Reckmann: Fehlentscheidung einräumen
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20:26 07.08.2012
Blick über das Gelände am Georgschacht in Richtung Nienstädt (im Hintergrund). Die Ansiedlung eines Asphalt-Mischwerkes am früheren Georgschacht steht im Mittelpunkt des Interesses und vielen im Wege. Quelle: rg
Stadthagen (r, to)

Die Ergebnisse hat für die SPD der frühere Landtagsabgeordnete Alfred Reckmann in einer Pressenotiz zusammengefasst. Tenor: „Der Verlauf der Gesprächsrunde war harmonisch und in vielen inhaltlichen Punkten übereinstimmend.“ Außerdem legt Reckmann den Stadthäger Kommunalpolitikern in einem persönlichen Nachsatz nahe, einzuräumen, dass die Entscheidung pro Mischwerk trotz guter Absichten falsch gewesen sei.

 Weiter heißt es im Pressetext: „Die Sorgen der Bevölkerung in der Umgebung des geplanten Asphalt-Mischwerkes sind berechtigt. Der bisher vorgesehene und genehmigte Brennstoff Braunkohlenstaub wird zu einer tatsächlichen Umweltbelastung führen. Nicht deutlich genug dargestellt wird bisher, welche Filtertechnik verwendet werden soll und welche Emissionen tatsächlich erfolgen. Die jetzigen Hinweise auf die Einhaltung der Grenzwerte reichen nicht aus.“

 Zur Verunsicherung führten, so Reckmann in seiner Zusammenfassung, ebenfalls die erlaubten Geräuschspitzen, die tagsüber deutlich über den genehmigten Werten liegen könnten. In den Ortsteilen Wackerfeld und Meinefeld der Gemeinde Nienstädt sei bis heute nicht eindeutig bekannt, welche Staub- und Geruchsbelastungen zu erwarten seien. Gerechnet werde besonders in den Sommermonaten auch mit zusätzlichem Lkw-Verkehr. Und: „Weitere Fragen tauchten in dem Gespräch zum Thema Beeinträchtigung des Grundwassers und dem Umgang mit dem kontaminierten Oberflächenwasser auf. Genaue Informationen darüber sind nicht bekannt, jedoch von großer Bedeutung.“

 An den Schluss setzte Reckmann seine persönliche Bemerkung in Richtung Stadthäger Rat und Verwaltung: „Die Kommunalpolitiker in Stadthagen haben bisher immer eine gute Politik im Interesse der Bürgerinnen und Bürger gemacht. Warum sagt die Stadt Stadthagen nicht: Trotz guter Absicht war die Entscheidung Asphalt-Mischwerk falsch, sie kann aus Sicht der Stadt rechtlich nicht rückgängig gemacht werden. Ein anders lautender juristischer Erfolg der BI wird akzeptiert, eine Festlegung von höchsten Umweltstandards im Vorfeld wurde leider versäumt, auf freiwillige Änderungen des Betreibers zugunsten des Umweltschutzes und dem Schutz der Bevölkerung wird hingewirkt.“