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Der Gartenexperte Basilikum – Entweder man mag es oder nicht
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14:58 09.09.2019
Birgit Zinke und Dieter Kellermeier vom Gartenbauverein Stadthagen wissen um die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Basilikum in der Küche. Quelle: Roger Grabowski
Landkreis

Die Heimat dieser sehr aromatischen Pflanze ist Indien, wo sie auch ausdauernd wächst und wo die Geschichte ihrer Verwendung sehr lange zurückreicht. Von Indien aus breitete sich Basilikum über Kleinasien, Griechenland und Rom nach Nordeuropa und Nordamerika aus. Die Pflanze ist buschig mit vielen Verästelungen und hat seit jeher Freunde und Feinde. Entweder man mag den strengen Geruch oder wird davon abgestoßen.

Anbau

Da Basilikum in unseren Breitengraden als einjährige Pflanze wächst, muss immer wieder neu ausgesät werden. Die Kultur ist leicht: Man gibt vier oder sechs Samenkörner in einen kleinen Topf und pflanzt ihn nach der Keimung in den Boden, ohne den Wurzelballen zu zerstören. Tipp: Bei milder Witterung im Mai aussäen und im Juni auspflanzen. Viel Sonne und trockener Boden sind wichtig. Gegossen werden kann mittags nach Bedarf. Die Triebspitzen müssen regelmäßig entfernt  werden, um eine Blüte zu verhindern.
Eine gute sichere Kultur ist die Aussaat ab Mitte März in Töpfen (12 bis 15 Zentimeter) auf dem Fensterbrett. Mehrere Samenkörner auf der lockeren Erde verteilen – am besten mit reifem Kompost – und leicht bedecken.
Nach der Keimung den Topf leicht feucht halten. Bei der späteren Pflege sollte Staunässe vermieden werden.

Krankheiten und Schädlinge

Als Schädlinge des Basilikums gelten die Ampfereule und Schnecken. Zu den häufigen Krankheiten gehören das Luzernemosaikvirus und die Blattfleckenkrankheit.

Arten und Sorten

Gängige grüne Sorten sind „Großes Grünes“ und „Genoveser“. Rotblättrige Sorten sind sehr dekorativ: zum Beispiel „Opal“. Die Sorte „Cinnamon“ duftet nach Zimt, „Lemon“ nach Zitrone und „Liquoric“ nach Lakritze. Immer mal wieder kommt eine neue Sorte hinzu.

Ernte und Konservierung

Blätter und Triebspitzen können laufend geerntet werden – am besten, bevor die Blüte kommt. Dadurch wird die Pflanze auch zum Verzweigen angeregt. Danach kann das Kraut gut getrocknet, in Öl eingelegt oder eingefroren werden. Wirkstoffe und Verwendung Die ätherischen Öle sowie die Schleim- und Gerbstoffe sorgen für eine beruhigende Wirkung, die bei Magenverstimmungen und Appetitlosigkeit gut anschlägt. Basilikum-Tee hilft bei schleimigem Husten. Das zitrusfrische und kampferscharfe Gewürz kann bei Salaten, Tomaten und Soßen sowie bei Fleischgerichten mit Wein und Knoblauch eingesetzt werden.“

REZEPT-TIPP

von Birgit Zinke, Gartenbauverein Stadthagen

Quittengelee mit Basilikum

Zutaten für fünf Gläser à 200 ml

  • 750 ml Quittensaft
  • 5 EL Zitronensaft
  • 5 Stängel Basilikum
  • 100 g brauner Zucker
  • 300 g Zucker
  • 1 Beutel Gelfix Extra 2:1 (25g)

Basilikum abspülen und trocken tupfen. Die Blättchen von den Stängeln zupfen.
Den abgemessenen Quittensaft in einen großen Kochtopf geben. Beide Zuckersorten mit Gelfix Extra mischen und unter den Fruchtsaft rühren. Alles unter Rühren zum Kochen bringen. Unter ständigem Rühren
mindestens drei Minuten sprudelnd kochen lassen. Die Basilikumblättchen in Streifen schneiden.
Den Topf von der Kochstelle nehmen. Das Kochgut eventuell abschäumen und Basilikumstreifen unterrühren. Das Kochgut sofort randvoll in vorbereitete Gläser füllen, mit Twist-off-Deckeln verschließen, umdrehen und ungefähr fünf
Minuten auf den Deckeln stehen lassen. Gläser während des Erkaltens gelegentlich umdrehen, damit sich die Basilikumstreifen besser verteilen.

Tipp 1

Das Gelee schmeckt nicht nur auf Toast oder Brötchen, sondern auch zu Quark, Joghurt, Frischkäse und Camembert.

Tipp 2

Etwas Gelee und einige rosa Pfefferbeeren in den Bratensaft von Rindersteaks gerührt, gibt dem Bratensaft eine leichte Bindung und einen fein würzigen Geschmack.

Gutes Gelingen – und guten Appetit!