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Tipps Die Bibeln der Gesundheit
Sonntag Tipps & Kritik Tipps Die Bibeln der Gesundheit
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20:03 17.03.2017
Gesunde Lesekost: Fünf Bücher rund um die Gesundheit, die informieren und unterhalten. Quelle: Hero Images
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Hannover

Für Fleischlose: “Anständig essen“

Die Autorin, die auch für ihre Romane bekannt ist, beschreibt hier auf spannende Weise eine Reihe von Selbstversuchen. Jeweils zwei Monate lang testete Karen Duve Ernährungsweisen mit moralischem Anspruch: biologisch-organisch, vegetarisch und vegan. In letzter Instanz ernährte sie sich sogar rein frutarisch, also nur von dem, was ohne Menscheneinwirkung vom Baum fällt. Zuvor hatte sich Duve ungesund ernährt und Schokolade und Grillhähnchen gehuldigt. Das Buch erinnert an Jonathan Safran Foers Werk “Tiere essen“ und ist sowohl drastisch als auch sehr unterhaltsam. Nach dieser Lektüre wird keiner mehr die große Bedeutung der Ernährung für das geistige und körperliche Wohlbefinden bezweifeln. Zudem wird das Thema in eine gesellschaftlich-ethische Debatte eingebettet. Ein Tipp für alle, die nicht wissen, welche Ernährungsart für sie richtig ist. In Duves Zukunftsroman “Macht“ ist Fleisch übrigens nur noch gegen streng rationierte Marken erhältlich.

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Quelle: Verlag

Für junge Eltern: “Oje, ich wachse!“

Die beiden Psychologen haben einen Klassiker unter den Ratgebern für junge Eltern geschrieben. Darin werden die zehn großen Entwicklungssprünge in der geistigen und körperlichen Entwicklung während der ersten 20 Monate erklärt, begleitet von Tipps für die jeweilige Entwicklungsstufe. So erfährt der Leser etwa in kurzen, alltagsnahen Sequenzen, dass das Baby in der 19. Woche lernt, äußere Ereignisse als solche wahrzunehmen und selbst solche herbeizuführen. Auch Schwierigkeiten etwa in launischen Phasen werden angesprochen – mit viel Verständnis für die Sorgen junger Eltern.

Quelle: Verlag

Für Selbstversorger: “Meine kleine Farm“

Der Förster Peter Wohlleben ist bekannt für seine Bücher über den Wald und glückliche Tiere. Diesmal widmet er sich gemeinsam mit seiner Frau Miriam dem Leben in ihrem Forsthaus in der Eifel. Weil sie Gemüse, Getreide, Käse, Fleisch und Honig selbst produzieren, ist das Paar größtenteils unabhängig vom Supermarkt. Der weitgehende Verzicht auf industriell gefertigte Nahrungsmittel macht die beiden nach eigener Aussage glücklich und gesünder. In “Meine kleine Farm“ helfen sie den Lesern, sich diesen Traum selbst zu verwirklichen.

Quelle: Verlag

Für Junggebliebene: “Der Telomer-Effekt“

Die australisch-amerikanische Molekularbiologin Elizabeth Blackburn hat für ihre Forschung über das Altern den Nobelpreis erhalten. Hier schildert sie auch für Laien verständlich, wie die Telomere, die Schutzkappen unserer Chromosomen, der Zellalterung und dem Entstehen von Krebs und anderen Krankheiten vorbeugen. Zusammen mit ihrer Kollegin Elissa Epel erklärt sie, wie man die Telomere erhalten und den Körper somit vital halten kann. Das Duo legt nahe, dass bereits kleine Veränderungen des Lebensstils den Alterungsprozess verlangsamen und die Gesundheit verbessern.

Quelle: Verlag

Für Tabulose: “Darm mit Charme“

Wer hätte gedacht, dass man mit einem zweitklassigen Reim im Titel und einem eher unappetitlichen Thema über Nacht zur Erfolgsautorin werden kann? 146 Wochen lang stand das Buch der heute 26-jährigen Medizinstudentin Giulia Enders auf den Bestsellerlisten. Die Rechte sind in 26 Länder verkauft worden. Offenbar war das Bedürfnis groß, etwas über Darmhygiene zu erfahren. Ein Thema, über das man eher selten am Kaffeetisch diskutiert. Enders, die in Frankfurt über Gastroenterologie promoviert, gewann mit einem unterhaltsamen Vortrag zum Thema einen Science-Slam und bekam dann das Angebot, ein Buch zu schreiben. Sie beschreibt den Darm als unterschätztes Organ und regt an, ihn als Schlüssel zu Körper und Seele zu pflegen. In der “Zeit“ wurde Enders als “brave Antwort auf Charlotte Roche“ bezeichnet. Mit der Konzentration auf ein Organ hat Enders einen Sachbuchtrend ausgelöst: Es folgten Bücher wie “Herzrasen kann man nicht mähen“ oder “Hautnah“.

Quelle: Verlag

Von Nina May

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