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Hannover 96 96 übt die Überfalltaktik
Sportbuzzer Hannover 96 96 übt die Überfalltaktik
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18:44 30.09.2014
Von Björn Franz
Erneute Ausfälle im Training am Dienstag: Die Personalsituation bei den „Roten“ scheint sich noch immer nicht sonderlich zu entspannen.
Erneute Ausfälle im Training am Dienstag: Die Personalsituation bei den „Roten“ scheint sich noch immer nicht sonderlich zu entspannen. Quelle: Zur Nieden
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Hannover

Tayfun Korkut drängte aufs Tempo. Immer wieder ließ er am Dienstagvormittag im Training schnelle Konter üben. Im Vollsprint ging es für die Profis von Hannover 96 auf die gegnerische Abwehrreihe zu, gefordert war dabei ein schneller Abschluss. Und das immer nur mit drei Angreifern – was durchaus als Fingerzeig für die kommende Partie in der Fußball-Bundesliga gewertet werden darf. Denn am Sonnabend geht es für die „Roten“ zu niemand Geringerem als dem FC Bayern München. Und gegen den Rekordmeister werden in der Regel wohl selten mehr als zwei oder drei Hannoveraner gleichzeitig vor dem gegnerischen Tor auftauchen.

Doch es war nicht alleine die taktische Ausrichtung auf die wohl schwerste Auswärtsaufgabe der Saison, die Korkut beim gestrigen Training im Hinterkopf hatte. Ihm ist in den vergangenen Partien gegen den SC Paderborn (0:2), den 1. FC Köln (1:0) und den VfB Stuttgart (0:1) auch aufgefallen, dass seine Mannschaft nicht mehr so schnell und effektiv im Spiel nach vorn aufgetreten ist wie zu Saisonbeginn. „Was uns im Moment fehlt, ist etwas die Zielstrebigkeit in Richtung Tor“, sagte der 40-Jährige.

Einer, der in den ersten Spielen genau für diese Qualität stand, ist Leonardo Bittencourt. Doch der 20-Jährige steckt derzeit im Formtief, kann sich in Zweikämpfen nur selten durchsetzen und dem 96-Spiel dadurch kaum einmal mit überraschenden Aktionen helfen. „Dass ‚Leo‘ es besser kann, weiß ich. Und – was ganz wichtig ist – er weiß es auch“, sagte Korkut, der dem U21-Nationalspieler seine kleine Schwächephase jedoch zubilligen will. Auch am Sonnabend in München dürfte Bittencourt daher in der Startelf stehen. Falls es seine Gesundheit zulässt. Denn das gestrige Training musste er wegen Adduktorenproblemen nach einer knappen Stunde vorzeitig beenden.

Überhaupt scheint sich die Personalsituation bei den „Roten“ noch immer nicht sonderlich zu entspannen. Zwar konnte Christian Pander zumindest eine knappe Stunde lang mit der Mannschaft trainieren. Doch als es in der zweiten Hälfte der Einheit um das schnelle Umschalten ging, setzte der verletzungsanfällige Linksverteidiger aus. Und zudem fehlte auch Miiko Albornoz, der zweite Spieler, der bislang auf der linken Abwehrseite zum Einsatz kam. Der Chilene plagt sich noch immer mit Achillessehnenproblemen herum. „Miiko beißt sich gerade ein bisschen durch“, erklärte Korkut. „Eigentlich hätten wir ihn schonen müssen, aber jetzt geben wir ihm eben so ein bisschen Zeit.“

In dieser Hinsicht kommt die Länderspielpause, die der Partie in München folgt, eigentlich ziemlich gelegen. Allerdings nur dann, wenn Albornoz vom chilenischen Verband nicht zu den beiden Testländerspielen gegen Peru und Bolivien eingeladen werden sollte. Ein Reiseverbot vom 96-Trainer wird es für den 23-Jährigen jedenfalls nicht geben. „Bei einem Nationalspieler, der das Trikot mit Stolz trägt, kann ich nicht sagen, dass er nicht fahren soll“, sagte Korkut. „Wir werden aber mit den Ärzten sprechen. Denn für die Achillessehne wäre es sicherlich gut, wenn er die Pause bekommen würde, die ich ihm nicht geben konnte.“

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