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Hannover 96 96 wird von großer Nachfrage für Europa-League-Tickets überrascht
Sportbuzzer Hannover 96 96 wird von großer Nachfrage für Europa-League-Tickets überrascht
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20:54 29.08.2011
Von Norbert Fettback
Wer am Montag im 96-Fanshop Karten für die Europa-League-Spiele kaufen wollte, brauchte viel Zeit und noch mehr Geduld. Quelle: Martin Steiner
Hannover

Die „Roten“ haben es in insgesamt 180 Minuten geschafft, sich in den Qualifikationsspielen gegen den FC Sevilla ihren Platz in der Europa League zu sichern und sind dafür zu Recht mit viel Beifall bedacht worden. Wer als Vereinsmitglied oder als Dauerkartenbesitzer von Hannover 96 am ersten Tag des Vorverkaufs für die Heimspiele gegen Standard Lüttich, den FC Kopenhagen und Worskla Poltawa zum Zuge kommen wollte, der brauchte in vielen Fällen mindestens doppelt so lange – falls er denn, trotz seiner Option, am Montag überhaupt Erfolg hatte. Entsprechend getrübt war die Vorfreude auf die Europa League bei vielen, die mit ihrem Versuch scheiterten oder einen halben Tag anstehen mussten.

Aufgrund der riesigen Nachfrage – der Klub sprach am Abend von 12.000 Bestellungen – war die telefonische Hotline völlig überlastet. Wer im Internet seinen Anspruch auf jeweils zwei Karten für die drei Spiele (Vereinsmitglieder) oder ein Ticket (Dauerkartenbesitzer) geltend machen wollte, kam infolge einer technischen Panne nicht ans Ziel. Und diejenigen, die sich am Fanshop vor der AWD-Arena anstellten, um an die begehrten Tickets zu kommen, mussten eine Engelsgeduld mitbringen. „Wer zum Verkaufsbeginn um 10 Uhr da war, für den dauerte es fünf Stunden“, berichtete ein direkt Betroffener. Geöffnet gewesen seien zunächst zwei, dann vier Kartenschalter. Von morgens an hatte die Warteschlange eine Länge von zumindest 150 Metern – und das bis zum späten Nachmittag. Weil es zwischenzeitlich zu regnen begann, wurden seitens 96 an die Letzten in der Schlange blaue Capes ausgegeben und Aufkleber „Ich bin 96.de“ verteilt – eine Art Trostpreis.

Bei den Verantwortlichen von Hannover 96 sorgte die starke Nachfrage am ersten Vorverkaufstag für Überraschung. „Damit habe ich nicht gerechnet“, sagte Stadionchef Thorsten Meier, der auch für den Kartenverkauf verantwortlich ist. „Ich war der Meinung, dass sich das mehr auf die ganze Woche verteilt.“ Der Klub habe den Dauerkartenbesitzern und Vereinsmitgliedern schließlich nicht von ungefähr bis einschließlich 5. September die Möglichkeit eingeräumt, sich das Eintrittskartenpaket für diese drei Begegnungen zu sichern. „Niemand anderes hat in dieser Zeit Zugriff auf diese Tickets“, sagte Meier. Die Karten könne man spätestens bis kommenden Montag „ganz entspannt von zu Hause aus buchen“.

Viele, die das am Montag probiert haben, sind da allerdings anderer Meinung, wie auch in 96-Internetforen nachzulesen ist. Auch Testversuche in der HAZ-Sportredaktion zu unterschiedlichen Tageszeiten führten stundenlang nicht ans Ziel. Nach dem Ausfüllen der Eingabefelder unter „Zahlungsmethode“ landete man in der Sackgasse, weil es keine entsprechende Auswahlmöglichkeit gab. „Leider ist für Ihre gewünschte Ticketauswahl derzeit keine Versandart hinterlegt“, hieß es stets – verbunden mit dem Hinweis, sich doch an die Service-Hotline zu wenden. Erst am frühen Abend klappte die Buchung.

Bei Hannover 96 will man von größeren Problemen dieser Art nichts wissen. Kurzzeitig habe es am Vormittag bei Internetanfragen „kleine Schwierigkeiten“ wegen der „portofreien Zustellung“ gegeben, sagte Pressesprecher Alex Jacob. Und wenn jemand sowohl Besitzer einer Dauerkarte als auch Vereinsmitglied sei, dann habe dieser aus technischen Gründen nur von der ersten Kartenoption Gebrauch machen können. In solchen Fällen sei es ratsam, den telefonischen Weg zu nehmen. Dass man aufgrund der großen Resonanz Geduld brauche, sei vor solchen Spielen ganz normal: „Das ist bei allen Klubs so, die im Europapokal spielen“, sagte Jacob.

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