Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Hannover 96 Ohne Klasse, Willen und Leidenschaft
Sportbuzzer Hannover 96 Ohne Klasse, Willen und Leidenschaft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:45 06.02.2016
Von Heiko Rehberg
Verloren auf dem Spielfeld: Christian Schulz. Quelle: Peter Steffen
Anzeige

Das Spiel: „Wir haben in keiner Sekunde rein gefunden ins Spiel.“ Mit dem Satz von 96-Trainer Thomas Schaaf ist fast alles gesagt über eine indiskutable Vorstellung. Denn 96 fehlte nicht nur die Klasse, sondern auch der Wille und die Leidenschaft. Den ersten Schuss aufs Tor der Mainzer gab es in der 53. Minute (Adam Szalai), die erste Torchance (Hugo Almeida) in der 70. Minute. Nur einmal, bei einem Almeida-Freistoß, musste sich der Mainzer Torhüter Loris Karius überhaupt strecken – zehn Minuten vor dem Abpfiff. Spätestens mit dem Mainzer Tor von Bustara Samperio, genannt Jairo (24. Minute), verlor die 96-Mannschaft endgültig jeden Glauben an sich selbst.

Das Tor: Es deutete sich an, und hätte trotzdem nicht passieren müssen. In der Nähe von Torschütze Jairo standen genau sechs hannoversche Profis, die nichts unternahmen, um den Mainzer zumindest zu stören bei seiner schnellen Drehung.

Anzeige

Die Szene des Tages: Die Slapstick-Nummer von Hotaru Yamaguchi und Uffe Bech in der 33. Minute. Bech dribbelte quer durch das Mittelfeld, bis er vom Japaner, der im Weg stand, gestoppt wurde. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatten die meisten der 35 596 Zuschauer eine Ahnung davon, dass es kein Happy End für die „Roten“ geben wird.

Der Spieler des Tages: Von der Leistung her war das der Mainzer Julian Baumgartlinger. Präsenz, Cleverness, Führungspersönlichkeit: So einen hat 96 nicht. Bei den „Roten“ lieferte Alex Milosevic bei seinem Einstand eine sehr solide und ordentliche Leistung in der Innenverteidigung ab. Nach ein paar Trainingseinheiten war das beachtlich. Leider erfüllte ansonsten nur noch Hiroki Sakai von den Feldspielern Erstligaansprüche.

Die Statistik: Neun Torschüsse soll es angeblich von 96 gegeben haben. Angeblich auch in diesem Spiel. Sagt die offizielle Statistik. 96 hatte etwas mehr Ballbesitz (53 Prozent), verlor aber mehr Zweikämpfe (46:54 Prozent). Nur 67 Prozent der hannoverschen Pässen landeten beim Mitspieler, auch bei Mainz waren es nur 68 Prozent.

Die Stimmen:

  • Thomas Schaaf (96-Trainer): „Wir haben die Chance vertan, einen anderen Weg einzuschlagen. Man hatte nicht das Gefühl, dass sich die Mannschaft gegen die Niederlage stemmt. Bei uns waren Angst und Verunsicherung, aber das ist keine Rechtfertigung. Trotzdem hat sich für mich die Situation nur so verändert: Wir haben ein Spiel weniger. Ich bin angetreten, um das Ruder herumzureißen. Damit werde ich nicht aufhören.“
  • Martin Schmidt (Mainzer Trainer): „Das 1:0 hat uns in die Karten gespielt. Durch die Einwechslung von Sane bekam das Spiel einen anderen Charakter. Wir haben nicht unverdient drei Punkte mitgenommen.“
  • Christian Schulz (96-Kapitän): „Wir wissen auch, dass wir allein mit Punkten da unten rauskommen. So, wie wir heute gespielt haben, schaffen wir es nicht.“
  • Martin Bader (Geschäftsführer Sport Hannover 96): „Es gibt viele Faktoren und es zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Saison. Momentan ist die Überzeugung nicht da und wir haben kein Selbstvertrauen. Der Druck steigert sich von Spiel zu Spiel, wenn du keine Punkte holst. Es wird wahnsinnig schwer für uns. Jeder muss wissen, was die Stunde geschlagen hat.“
Hannover 96 Kommentar zur 96-Niederlage - Fast alles an Hoffnung ist zerstört
Heiko Rehberg 09.02.2016
Hannover 96 Heimniederlage für Hannover 96 - Die "Roten" verlieren mit 0:1 gegen Mainz
06.02.2016
Hannover 96 Spiel gegen Mainz 05 - Ein Sieg ist für 96 Pflicht
Heiko Rehberg 08.02.2016