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Hannover 96 Albornoz soll gegen Köln dabei sein
Sportbuzzer Hannover 96 Albornoz soll gegen Köln dabei sein
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18:43 23.09.2014
Von Björn Franz
„Ich gehe davon aus, dass es reichen wird“: Miiko Albornoz (rechts) soll bei 96 gegen den 1. FC Köln wieder für Überraschungsmomente sorgen. Quelle: zur Nieden
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Hannover

Er fand ungewohnt deutliche Worte. Und man merkte Tayfun Korkut deutlich an, dass sie von Herzen kamen. „Was mir stinkt und was auch der Mannschaft im Nachhinein stinkt“, erklärte der Trainer von Hannover 96, sei die Tatsache, dass eine kleine Unachtsamkeit, ein kleiner Moment der Unordnung bei einer Standardsituation, die „Roten“ am vergangenen Sonnabend beim SC Paderborn auf die Verliererstraße gebracht hat. Futsch war die schöne Serie von mehr als fünf Monaten ohne Pflichtspielniederlage. Futsch war damit vorerst auch die Chance, erstmals seit 45 Jahren wieder einmal an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga zu stehen. Und so gilt es für die Hannoveraner nun, heute (20 Uhr) gegen den 1. FC Köln eine neue Serie in Angriff zu nehmen.

Am dafür nötigen Selbstbewusstsein scheint es nicht zu mangeln. Zumindest, wenn man die Worte des 96-Coaches zugrunde legt. „Dass wir ein Spiel verloren haben, haben wir analysiert und abgehakt“, sagte er. „Aber zu Hause sind wir in dieser Saison und auch schon am Ende der vergangenen Saison sehr gut aufgetreten.“ Und mit diesem Selbstvertrauen und dieser Entschlossenheit werde die Mannschaft heute auch gegen die Rheinländer auf den Platz gehen, die für Korkut keineswegs der typische Aufsteiger sind. „Für mich ist das eine Bundesliga-Mannschaft wie jede andere auch“, sagte er. „Nur mit dem Haken, dass sie jetzt mal in der 2. Liga waren.“

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Untermauert werde diese Einschätzung durch eine bemerkenswerte Bilanz: In den ersten vier Spielen seit dem Wiederaufstieg kassierte der FC kein einziges Gegentor. „Sie haben nicht viel zugelassen, das wird nicht einfach für uns“, meint Korkut – um aber gleich wieder in die Offensive zu gehen. „Das heißt nicht, dass wir keine Lösungen finden können.“ Und wie die aussehen könnten, verriet der 40-Jährige auch gleich. „Wir müssen sehr entschlossen sein, in hohem Tempo sehr präzise spielen und dabei eine große Kreativität an den Tag legen.“ Eben jene Kreativität, die seiner Mannschaft zuletzt beim 0:2 in Paderborn gefehlt hatte, je näher sie dem gegnerischen Tor kam.

Doch es könnte heute einen gravierenden Unterschied gegenüber der Partie vor vier Tagen geben: Miiko Albornoz wird aller Voraussicht nach ins Team zurückkehren und für den verletzten Christian Pander auf der linken Abwehrseite verteidigen. Gestern konnte der Chilene trotz Achillessehnenproblemen erstmals seit einer Woche wieder trainieren. „Er ist zwar nicht beschwerdefrei, aber ich gehe davon aus, dass es reichen wird“, sagte Korkut, dessen Mannschaft in Paderborn die überraschenden und frechen Ideen des 23-Jährigen an allen Ecken und Enden gefehlt hatten. Und speziell gegen die Kölner, die im zentralen Mittelfeld mit Matthias Lehmann und Kevin Vogt ein nur schwer zu überwindendes Duo aufbieten, könnten überraschende Ideen von außen der Schlüssel zum Erfolg sein.

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