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Hannover 96 Kind: Ich entscheide
Sportbuzzer Hannover 96 Kind: Ich entscheide
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00:22 04.06.2015
Von Jörg Grußendorf
96-Clubchef Martin Kind kommt aus der Deckung – und spricht von Halb- und Unwahrheiten.
96-Clubchef Martin Kind kommt aus der Deckung – und spricht von Halb- und Unwahrheiten. Quelle: Kay Nietfeld/dpa (Archiv)
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Gut eine Woche lang war Martin Kind untergetaucht. Der Clubchef von Hannover 96 war – untypisch für ihn – für die Medien nicht zu sprechen. Die Kritiken, aber auch Spitzen gegen ihn ließ er unkommentiert. Am Montag meldete er sich zurück – und zeigte sich höchst verärgert über das, was er in den letzten Tagen aufgrund der von ihm gefällten mitunter überraschenden Entscheidungen über sich lesen und hören musste. „So viele Halb- und Unwahrheiten habe ich noch nie erlebt“, sagt der 71-Jährige.

Noch keine Entscheidungen über Spielerverträge

Gar nicht nachvollziehen konnte er das „ständige Gemeckere an meinem Zeitmanagement“, wie er es ausdrückt. „Wir haben am Sonnabend den Klassenerhalt geschafft“, sagt Kind, „dann folgte Pfingsten, wo wirklich niemand zu Gesprächen zu erreichen ist. Am Dienstag waren die Zeitungen voll mit Artikeln über mich, dass ich alles hinauszögern würde. Da fehlt jede Verhältnismäßigkeit.“ Er habe immer wieder betont, dass in den letzten Wochen des brisanten Abstiegskampfs keine Verhandlungen, egal ob mit Trainern, Spielern, oder Sportdirektoren oder Geschäftsführern, geführt werden sollen. „Wir haben uns auch konsequent daran gehalten“, sagt der 96-Boss. Darum gäbe es auch noch keine Entscheidungen, wie es beispielsweise mit den Spielern Didier Ya Konan, Leon Andreasen oder Jimmy Briand weitergehe, deren Verträge auslaufen.

Auch die Trainer-Verhandlungen seien falsch rübergekommen. „Ich habe immer gesagt, dass Michael Frontzeck unser erster Ansprechpartner ist“, sagt Kind; „so war es auch; und wir haben mit Herrn Frontzeck verlängert.“ Es habe nur eine Ausnahme gegeben: „Thorsten Fink hatte mich um eine Stellungnahme gebeten, ob er eine Chance bei uns hat“, sagt der Clubchef, „ich habe ihm abgesagt.“ Fink heuerte inzwischen bei Austria Wien an.

Festhalten an Dufner war Kinds Alleingang

Eingestanden hat Kind hingegen, dass das Festhalten an Dirk Dufner ein Alleingang von ihm war – der Sportdirektor soll seinen Vertrag trotz vorher deutlich geäußerter Vorbehalte seitens der Clubführung bis 2016 erfüllen. „Ich habe zu entscheiden, und ich habe entschieden. Ich bin auch verantwortlich dafür“, sagt Kind.

In der Gesellschafterversammlung habe es keine Abstimmung über Dufner gegeben. „Es gab unterschiedliche Meinungen“, sagt er, „aber es gab niemals ein Votum für oder gegen Herrn Dufner.“ Auch Gerüchte über Differenzen mit anderen Gesellschaftern könne er nicht bestätigen: „Es gibt keine höhere Loyalität als unter uns Gesellschaftern. Und es gibt auch keinen Konflikt.“

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