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Hannover 96 Der bange Blick nach Dortmund
Sportbuzzer Hannover 96 Der bange Blick nach Dortmund
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22:05 27.08.2014
Von Björn Franz
Kaum zu halten: Leonardo Bittencourt spielt derzeit in überragender Form.
Kaum zu halten: Leonardo Bittencourt spielt derzeit in überragender Form. Quelle: zur Nieden
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Hannover

Er ist einer der großen Gewinner der jungen Saison. Und das nicht nur wegen seiner tollen Torvorbereitung zum Ausgleich am Sonnabend beim 2:1-Sieg über Schalke 04. Leonardo Bittencourt überzeugte auch zuvor in der Vorbereitung, war beim 3:1-Testspielerfolg über Lazio Rom der stärkste Mann auf dem Platz und ist auf dem besten Wege zum Publikumsliebling in der HDI-Arena. Doch der Aufschwung des 20-Jährigen wird nicht nur in Hannover aufmerksam beobachtet, sondern auch bei Borussia Dortmund. Denn der deutsche Vizemeister, von dem Bittencourt vor einem Jahr für knapp drei Millionen Euro zu 96 kam, hat eine Rückkaufoption.

Dirk Dufner, der Sportdirektor der „Roten“, weiß nur zu gut, dass die Westfalen die Entwicklung genau verfolgen. Doch aus der Ruhe bringt ihn das nicht. Ebenso wenig wie Spekulationen über die Höhe der Summe, für die der BVB seinen ehemaligen Spieler im Sommer 2015 zurückholen könnte. Zuletzt berichtete die „Sport Bild“, dass dafür nicht die bislang kolportierten sechs Millionen Euro fällig wären, sondern nur vier bis fünf Millionen. Dufner kommentiert diese Summen nicht. Zumal sie aus seiner Sicht zumindest für den Champions-League-Finalisten von 2013 völlig egal sind. „Wenn ,Leo‘ weiter so gut spielt und die Dortmunder ihn zurückhaben wollen, dann holen sie ihn für vier oder sechs Millionen zurück.“

Doch so weit, sich darüber Gedanken zu machen, ist bei 96 noch lange niemand. „Ich glaube, er fühlt sich hier sehr gut aufgehoben“, sagt Dufner über Bittencourt. „Ich glaube zwar, dass Dortmund Marco Reus verlieren wird, aber ,Leo‘ wäre wohl kaum der Ersatz für ihn, sondern eher jemand, der hintendran ist.“ In Hannover dagegen sei er einer der Spieler, die in eine der Führungsrollen im neu formierten Team wachsen können.

Dabei sei der kleine Techniker auf einem sehr guten Weg. „Wenn er in der vergangenen Saison so eine durchwachsene 1. Halbzeit wie gegen Schalke gehabt hätte, dann wäre bei ihm nichts mehr passiert“, sagt Dufner. „Aber er hat sich ganz klar weiterentwickelt. Jetzt glaubt er weiter an sich und hat dann eben die spielentscheidende Situation.“

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