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Hannover 96 Das europäische Fundament
Sportbuzzer Hannover 96 Das europäische Fundament
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00:15 23.09.2013
Von Björn Franz
Die Spieler der „Roten“ – hier Sébastien Pocognoli, Lars Stindl, Leonardo Bittencourt und Edgar Prib (v. l.) – und ihre Fans hatten in dieser Saison bereits eine ganze Menge Grund, gemeinsam in der HDI-Arena zu jubeln. Quelle: Ulrich zur Nieden
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Hannover

Einen kleinen Stich versetzten die Fernsehbilder am Donnerstagabend Mirko Slomka schon. Während die Spieler von Eintracht Frankfurt von ihren Fans für die erfolgreiche Rückkehr in die Europa League gefeiert wurden, saß der Trainer von Hannover 96 als unbeteiligter Zuschauer auf dem heimischen Sofa. „Es war schon doof, das mitzuerleben“, gestand Slomka, für dessen Team Donnerstagabende in den vergangenen zwei Jahren regelmäßig Festtage auf der Bühne der Europa League waren.

„Das war in Frankfurt jetzt so ähnlich wie damals bei uns – mit einer ausverkauften Arena, totaler Euphorie und Leidenschaft auf dem Platz.“ Genau diese Erlebnisse möchten die „Roten“ möglichst schnell wieder hautnah erfahren – und den Grundstein dafür könnten sie mit der besten Heim-Hinrunde seit der Rückkehr in die Fußball-Bundesliga vor elf Jahren legen.

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Drei Spiele, drei Siege

Bislang liest sich die Bilanz in der heimischen HDI-Arena traumhaft: drei Spiele, drei Siege – daraus resultierend die Optimalausbeute von neun Punkten. Und der Blick auf die Gegner, die in den folgenden sechs Heimpartien bis zur Winterpause anreisen, gibt den Fans durchaus Anlass zum Träumen. Den Anfang macht am heutigen Sonnabend (15.30 Uhr) mit dem FC Augsburg ein Team, das zwar zuletzt dreimal in Folge gewann, aber vor dem die 96-Profis trotzdem keineswegs in Ehrfurcht erstarren müssen. Und so geht es weiter: Hertha BSC Berlin, 1899 Hoffenheim, Eintracht Braunschweig, Eintracht Frankfurt und 1. FC Nürnberg – unter den Kontrahenten, die in der Hinrunde noch nach Hannover kommen, sind aus unterschiedlichen Gründen durchaus unangenehme, aber keiner der Hochkaräter Bayern München, Borussia Dortmund oder Bayer Leverkusen. Und Schalke 04, der Vierte im Bunde der aktuellen deutschen Champions-League-Starter, war ja bereits am 3. Spieltag zu Gast und musste sich mit einer 1:2-Niederlage auf den Heimweg machen.

Angesichts dieser Ausgangslage ist es alles andere als unwahrscheinlich, dass die Hannoveraner ihre bisherige Bestmarke aus der Saison 2010/2011 übertreffen werden. 19 Punkte holten sie damals in der Hinrunde vor heimischem Publikum, und am Saisonende konnten Fans und Spieler erstmals in der Klubgeschichte die Qualifikation für die Europa League feiern. Jetzt haben die 96er nach drei Spielen bereits neun Punkte auf dem Konto. Und auch wenn es vermessen wäre, davon auszugehen, dass sie alle noch zu vergebenden 18 Zähler in der HDI-Arena behalten werden, würden schon vier Siege aus den sechs Partien für einen neuen Rekord reichen. Und zugleich ein fantastisches Fundament für die angestrebte Rückkehr in den europäischen Wettbewerb schaffen.

"Nur zu Hause reicht nicht"

Dessen ist sich auch Slomka bewusst. Er hütet sich zwar davor, einen der sechs Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen, hat aber sehr wohl registriert, dass „es eine Situation ist, die für uns günstig ist“. Mit einem Erfolg heute gegen Augsburg könnte sich seine Mannschaft trotz der beiden Auswärtsniederlagen in Mönchengladbach und München erst einmal in der Spitzengruppe der Tabelle festbeißen. Er habe das Gefühl, verriet der 96-Coach, seine Mannschaft beginne langsam damit, etwas zu verteidigen. „Je schneller man da oben dabei ist, und je länger man dabei bleibt, desto besser ist auch die Unterstützung unserer Anhänger.“

Heimsiege sind dafür ein sehr gutes Mittel. Doch alleine würden selbst 17 gewonnene Heimspiele – und damit die perfekte Ausbeute von 51 Punkten – kaum für die Europa-League-Qualifikation reichen. „Wir müssen auch auswärts etwas holen, um unsere Position zu verteidigen“, sagt Slomka. „Nur zu Hause reicht nicht, denn irgendwann kommen ja auch mal stärkere Gegner.“ Dann werde es auch im heimischen Stadion einmal Rückschläge geben, die die Mannschaft dann verkraften müsste, meint der 96-Trainer – und ergänzt: „Aber das sollte nicht unbedingt an diesem Wochenende passieren.“

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