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Hannover 96 96 in der Warteschleife
Sportbuzzer Hannover 96 96 in der Warteschleife
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00:18 25.06.2015
Von Christian Purbs
Foto: Wenn Hannover 96 Martin Harnik für die nächste Saison verpflichten könnte, würden sich auch die Anhänger der „Roten“ über den Torjubel des Stürmers freuen.
Wenn Hannover 96 Martin Harnik für die nächste Saison verpflichten könnte, würden sich auch die Anhänger der „Roten“ über den Torjubel des Stürmers freuen. Quelle: Bernd Weißbrod
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Dass Jörg Schmadtke den richtigen Riecher für gute Spieler besitzt, hat der ehemalige Sportdirektor von Hannover 96 oft genug bewiesen. Und solange Schmadtke für 96 auf Einkaufstour ging, war das ja auch in Ordnung. Ganz und gar nicht einverstanden sind die „Roten“ jedoch damit, dass es der Manager des 1. FC Köln nun auf einen 96-Profi abgesehen hat. Schmadtke würde Salif Sané gern zum Bundesliga-Konkurrenten vom Rhein holen und lockt den Defensivspieler damit, dass Sané in Köln mit seinem Freund Anthony Modeste, den der FC von 1899 Hoffenheim geholt hat und den Sané aus der gemeinsame Zeit bei Girondins Bordeaux kennt, zusammenspielen würde.

„Ich kenne auch viele Leute“, sagte am Sonntag 96-Clubchef Martin Kind der HAZ. Für ihn kommt ein Verkauf von Sané überhaupt nicht infrage. „Wir planen fest mit ihm. Er wird in Hannover bleiben“, sagte Kind. Denn in den Planungen von Trainer Michael Frontzeck für die neue Saison spielt Sané, der bei 96 noch einen Vertrag bis 2017 hat, eine wichtige Rolle. Das wurde auch zuletzt während der beiden Kurztrainingslager in Marienfeld deutlich, als Frontzeck den Senegalesen immer mal wieder zur Seite nahm, dem 96-Profi Tipps gab. Er sei ein „sehr zweikampf- und kopfballstarker Spieler, der auch immer wieder den Weg in die Tiefe sucht“, sagt Frontzeck. Und zudem auch herrliche und wichtige Tore schießt wie gegen den VfL Wolfsburg, als er per Fallrückzieher den Ausgleich zum 2:2 erzielte.

Frontzeck ist gut beraten, sich nicht nur im sportlichen Bereich mit Sané zu beschäftigen. Dass Sané Potenzial zum Problemprofi hat, zeigte er durch Undiszipliniertheiten zu Beginn der vergangenen Saison. Diese hatten zur Folge, dass ihn der damalige Trainer Tayfun Korkut aus dem Profikader schmiss und ihm erst kurz vor Ende der Hinserie eine neue Chance gab. In diesem Zusammenhang ist es kaum nachvollziehbar, dass der 24-Jährige nun verlauten ließ, sich einen Wechsel nach Köln vorstellen zu können. Doch daraus wird nichts werden. Denn 96 wolle „keinen Spieler abgeben“, wie 96-Boss Kind sagte, sondern noch einige neue Profis holen.

Nach wie vor auf der 96-Einkaufsliste ziemlich weit oben steht Stuttgarts Stürmer Martin Harnik, wie Kind bestätigte. „Ich glaube aber, dass das nicht ganz einfach wird.“ Ob die „Roten“ den Zuschlag für den VfB-Angreifer bekommen, hängt auch stark von Faktoren ab, die 96 nicht beeinflussen kann. Natürlich geht es dabei ums Geld, wobei die Ablösesumme, die 96 bereit ist, für Harnik zu bezahlen, (noch) keine Rolle spielt. „Zum Schnäppchenpreis werden sie Harnik nicht wegschicken“, heißt es aus dem VfB-Umfeld, realistisch sei eine Ablöse zwischen 3 und 4 Millionen Euro.

Schlecht für 96: Beim Transferpoker hat Harnik für Stuttgart keine Priorität, denn die Schwaben, die erhebliche finanzielle Sorgen haben, spielen zurzeit an mehreren Tischen. Bei der Runde mit dem höchsten Einsatz geht es um Innenverteidiger Antonio Rüdiger, an dem neben dem FC Chelsea und Inter Mailand auch der VfL Wolfsburg großes Interesse haben soll. Verkauft Stuttgart den Nationalspieler - im Gespräch ist eine Ablösesumme zwischen 12 und 16 Millionen Euro -, dann ist die VfB-Kasse voll und es gibt keinen Grund, Harnik, mit dem sie beim VfB nicht unzufrieden sind, ziehen zu lassen. 96 bleibt zumindest bei Harnik nichts anderes übrig, als abzuwarten und am Ball zu bleiben.

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