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Hannover 96 96 sucht verzweifelt einen Rechtsverteidiger
Sportbuzzer Hannover 96 96 sucht verzweifelt einen Rechtsverteidiger
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00:24 22.01.2015
Von Jörg Grußendorf
Fast ständig am Telefon: Dirk Dufner. Quelle: Nigel Treblin
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Belek

Es schien nur eine Frage der Zeit, bis der neue Rechtsverteidiger endlich präsentiert wird. Doch die Suche zieht sich hin. 96-Sportdirektor Dirk Dufner verhandelt, verhandelt und verhandelt derzeit in Belek. Er ist ständig mit dem Telefon am Ohr zu sehen und muss permanent Wasserstandsmeldungen abgeben, Namen kommentieren, angebliche Kontakte dementieren. Dufner ist sichtlich genervt davon. Denn die Suche nach einem Neuen gestaltet sich viel schwieriger als wohl auch von ihm selbst angenommen. Auch wenn er das natürlich nie zugeben würde.

Schnell war klar, dass ein möglicher Neuzugang nicht mehr ins Trainingslager nach Belek nachkommen würde. Das geht jetzt erst recht nicht mehr - schon aus rein zeitlichen Gründen. Der 96-Tross reist nämlich heute Nachmittag unmittelbar nach dem Test gegen den FC Aarau zurück in die Heimat.

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„Wir brauchen Qualität“, sagt Dufner, „alles andere bringt uns nicht weiter.“ Und Qualität kostet Geld, oft viel mehr, als die „Roten“ in der Lage oder bereit sind zu zahlen. Und einen Schnellschuss, wie es ihn in der Vergangenheit bei 96 allzu oft gegeben hat, soll es nicht mehr geben. „Wir haben den Kader gerade erst reduziert“, sagt Dufner, „da werden wir ihn doch nicht wieder künstlich aufblähen. Wenn es nicht passt, verzichten wir auf einen Transfer.“ Abgegeben wurden im Winter bisher Stefan Thesker (Greuther Fürth), Florian Ballas (FSV Frankfurt), França (Figueirense/Brasilien) und Vladimir Rankovic (Erzgebirge Aue). Adrian Nikci (bisher an Grasshopper Zürich ausgeliehen) soll in den nächsten Tagen transferiert werden.

Bis zum 2. Februar hat Dufner noch Zeit, einen Rechtsverteidiger zu finden. Dann endet die Transferperiode. Es könnten noch zwei heiße Arbeitswochen für den 96-Sportdirektor werden. Denn ein Transfer tut dringend not. Das hat die Hinrunde gezeigt. Bei dem großen Ziel internationaler Fußball allein auf Hiroki Sakai rechts hinten zu setzen, wäre höchst fahrlässig.

22.01.2015
Jörg Grußendorf 21.01.2015