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Hannover 96 Schluss mit dem Taktieren
Sportbuzzer Hannover 96 Schluss mit dem Taktieren
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00:15 23.03.2015
„Über allem steht der erste Sieg“: Lars Stindl gestern beim Training. Foto: Petrow
„Über allem steht der erste Sieg“: Lars Stindl gestern beim Training. Foto: Petrow Quelle: Florian Petrow
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Hannover

Die Bedeutung dieses Spiels ist hoch. Enorm hoch sogar - für Hannover 96, für Dirk Dufner und für Tayfun Korkut. Drei Punkte morgen Nachmittag gegen Borussia Dortmund könnten gewaltig helfen: dem Club auf dem Weg zu einem weiteren Jahr Erstklassigkeit, dem Sportdirektor und dem Trainer zumindest vorübergehend bei der Sicherung ihres Arbeitsplatzes.

Dufner wiederholte zwar gestern zum x-ten Mal, dass diese Partie kein Entscheidungsspiel sei. „Wir sind sogar weit davon entfernt“, sagte der 47-Jährige. „Diese Form von Druck lehne ich ab.“ Und dennoch könnte im Falle einer klaren Niederlage gegen den BVB vieles passieren. Dann dürfte Clubchef Martin Kind allen Beteuerungen zum Trotz ganz schnell handeln.

Doch so weit ist es ja noch nicht. In den 90 Minuten gegen die Dortmunder kann vieles geradegerückt werden. Da muss die Mannschaft aber funktionieren, da gibt es keine Ausreden mehr. Trainer Korkut beteuert zwar, dass er in dieser besonderen Situation nichts an seiner Arbeit ändern würde. „Das täte ich auch nicht“, sagte der 40-Jährige, „wenn es ein Ultimatum für mich gäbe.“ Aber schon seine nächste Aussage zeigt die Wichtigkeit der Partie. „Es wird kein Taktieren geben“, sagte Korkut, „wir werden voll auf Sieg spielen.“ Ein Einigeln wie beim 1:3 gegen den FC Bayern oder eine 1. Halbzeit wie in Mönchengladbach, als 96 komplett neben sich stand, werde es gegen den BVB nicht geben, sagte Korkut. Ungewohnt forsche Worte des Trainers, der sich sonst mit klaren Formulierungen doch eher zurückhält.

„Über allem steht der erste Sieg nach der Winterpause“, sagte der Coach, „und der wird die beste Medizin sein, um alles andere wieder anzukurbeln. Dann wird sich alles wieder in die richtige Richtung entwickeln. Unserer weiteren Entwicklung fehlen schlicht die Ergebnisse.“

Gegen den BVB werden die „Roten“ wieder auf ein Offensivduo zurückgreifen, das zuletzt wegen Sperren gefehlt hatte: Leonardo Bittencourt und Lars Stindl. Besonders in Stindl werden große Erwartungen gesetzt. „Lars ist ein wichtiger Spieler“, sagte Korkut, „der den Rest der Mannschaft mitreißen kann.“ Ein Sahnetag des Kapitäns gegen den BVB würde in Hannover allen helfen.

Von Jörg Grubendorf

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