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Hannover 96 96 kommt im Testspiel in Halle nur zu einem 3:3
Sportbuzzer Hannover 96 96 kommt im Testspiel in Halle nur zu einem 3:3
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12:45 25.07.2016
Von Christian Purbs
Traf doppelt für 96: Niclas Füllkrug. Quelle: Sielski
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Halle

Seinen Humor hatte 96-Trainer Daniel Stendel auch nach der turbulenten Schlussphase mit zwei ärgerlichen Gegentoren für sein Team nicht verloren. Trotz einer zweimaliger Führung mit zwei Toren reichte es für das Team von Hannover 96 am Sonnabend im Testspiel beim Fußball-Drittligisten Halleschen FC nur zu einem 3:3. Als Stendel gefragt wurde, wie er das Ergebnis einordne, sagte er: „Wir steigern uns.“ Dem 0:1 am vergangenen Mittwoch gegen den VfL Osnabrück folgte das Remis gegen Halle, übermorgen im nächsten Test in Halberstadt gegen den Zweitliga-Konkurrenten Erzgebirge Aue (18.30 Uhr) wäre also mal wieder ein Sieg fällig.

Drei Gegentore gegen einen Drittligisten und die Probleme in der 96-Wackelabwehr lassen sich nicht schön reden. Doch viel mehr als das Ergebnis interessierten Stendel andere Dinge. Passt die Abstimmung, stimmen die Laufwege, welche Spieler sind noch nicht in Topform, wer passt zu wem am besten, welche Taktik ist die richtige? Um solche Fragen zu beantworten und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen sind Testspiel da. Stand jetzt lässt sich feststellen: In der Offensive läuft es schon gut, für die Defensive aber gilt: Ui, ui ui, da muss noch einiges besser werden.

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Das weiß auch Stendel. „Hinten müssen wir uns steigern“, sagte der 96-Trainer. „Es fängt schon vorne an, da müssen wir wacher sein.“ Probleme bekommen die „Roten“ immer dann, wenn sie den Gegner nicht in dessen Hälfte unter Druck setzen und die Sicherheit im Spielaufbau fehlt, was zu vielen Ballverlusten führt. Bei der offensiven Ausrichtung des Teams tun sich dann schnell große Lücken in der Defensive auf, die der Hallesche FC für drei Tore (Martin Röser, 67. Minute, 78., Vincent Stenzel, 82.) nutzen konnte.

Eine besondere Rolle spielt in der 96-Defensive Salif Sané. Mit seiner Klasse und Schnelligkeit kann der Innenverteidiger, der in Halle aufgrund eines Infektes nicht spielen konnte, viele Angriffe des Gegner entschärfen. „Salif hat eine überragende Qualität, die uns in vielen Situationen hilft und Sicherheit gibt. Aber es war auch mal gut zu sehen was ist, wenn er mal nicht da ist. Dann muss jeder schauen, dass er noch eine Schippe drauflegt“, sagte Stendel.

Das ist die eine Seite der neuen „Roten“, es gibt aber auch die andere, die zurzeit wesentlich mehr Freude macht: Die Abteilung Attacke. Mit Niclas Füllkrug hat der Zweitligist einen Stürmer verpflichtet, der nicht viele Chancen braucht, um etwas Zählbares daraus zu machen. So wie bei der 96-Führung (22.), als er den Ball nach einem Freistoß von Sebastian Maier mit der Brust über die Linie drückte. Und bei seinem Treffer zum 2:0 blieb der Neuzugang aus Nürnberg vor dem Tor eiskalt und verwandelte sicher aus zehn Metern (56.). Mit Artur Sobiech hat Füllkrug zudem einen Sturmpartner, der an seine gute Form vom Ende der vergangenen Saison anzuknüpfen scheint. Beim 3:1 (74.) stand der Pole genau richtig und ließ Halle-Torwart Fabian Bredlow keine Chance.

„Das Positive war, dass dass wir gesehen haben, wie viel Qualität wir in der Offensive haben. Es gab mehrere gut durchgeführt Aktionen, die wir leider nicht verwertet haben. Ich bin davon überzeugt, dass wir das noch viel besser können“, sagte Stendel, der in den nächsten Tagen für die richtige Feinabstimmung sorgen muss. „Ich habe viele gute Ansätze gesehen. Und wir haben ja noch zwei Wochen Zeit.“

So haben sie gespielt

96: Tschauner – Sorg (70. Wolf), Anton, Hübner, Prib (46. Arkenberg) – Fossum (78. Dierßen), Schmiedebach (70. Bakalorz), Maier (78. Bähre) – Harnik (46. Klaus), Sobiech (78. Sulejmani), Füllkrug (70. Karaman). 

Carsten Schmidt 22.07.2016
Tobias Morchner 24.07.2016