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Hannover 96 „Jeder hat verstanden, was gefragt ist“
Sportbuzzer Hannover 96 „Jeder hat verstanden, was gefragt ist“
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00:16 17.02.2016
Von Christian Purbs
„Geben alles, um da unten rauszukommen“: In Dortmund konnte auch Andre Hoffmann die nächste 96-Niederlage nicht verhindern. Quelle: dpa
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Hannover

Herr Hoffmann, gegen Borussia Dortmund hat es für 96 trotz einer ordentlichen Leistung mit viel Engagement wieder nicht für den ersten Punkt in der Rückrunde gereicht. Wie bitter fühlt sich die Niederlage an?
Wir haben unheimlich viel investiert und eine gute Mannschaftsleitung gezeigt. Dass wir, was man im Moment von uns verlangen muss, kämpfen und gut verteidigen, war gegen Dortmund über weite Strecken zu sehen.

Bis auf wenige Szenen hatte 96 die Borussia-Offensive doch eigentlich ganz gut im Griff.
Umso bitterer ist es, dass wir letztendlich durch einen Konter der Dortmunder verloren haben. Sie haben uns so mit den Waffen geschlagen, mit denen wir sie eigentlich besiegen wollten. Das ist umso ärgerlicher, weil wir aus dem Spiel heraus nur sehr wenig Chancen zugelassen haben.

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Die Mannschaft hat sich gewehrt und gezeigt, dass sie sich noch nicht aufgegeben hat. Und sie hat defensiver als zuletzt gespielt. Täuscht der Eindruck, dass sich die Mannschaft in einer defensiveren Ausrichtung wohler fühlt, weil sie besser reagieren als agieren kann?
In denke, dass es keine Frage der Taktik ist. Vielmehr hat man gesehen, dass jeder Spieler verstanden hat, worum es geht und was im Moment gefragt ist. Unabhängig davon, in welchem System wir agieren, ist es wichtig, dass jeder Spieler, ob auf dem Platz, der Ersatzbank oder verletzt in Hannover, den Teamgedanken im Kopf hat. Das hat man heute gesehen. Wir haben uns in jeden Zweikampf geworfen und uns sehr gut an die Vorgaben des Trainers gehalten. Das, sowie die Einstellung und der Zusammenhalt, waren die ausschlaggebenden Punkte für unser gelungenes Spiel.

Dennoch wieder ein Spiel, in dem 96 leer ausgegangen ist.
Genau, deshalb will ich das Spiel auch gar nicht überbewerten. Wir haben mit 0:1 verloren, sind immer noch Tabellenletzter, haben in der Rückrunde noch kein Spiel gewonnen, und Hoffenheim hat durch das 1:1 in Bremen einen Punkt gutgemacht. Das sind die Tatsachen. Die Leidenschaft, die taktische Disziplin und der Kampf, die wir gegen Dortmund an den Tag gelegt haben, müssen die Basis für die restlichen Spiele sein. Wenn wir dann noch ein Tor mehr als der Gegner schießen, sind wir auf dem richtigen Weg.

Nach Aufgabe hört sich das nicht an.
Dass wir weiter kämpfen, alles geben und versuchen, da unten rauszukommen, konnte jeder sehen, der ein bisschen Ahnung vom Fußball hat.

Interview: Christian Purbs

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