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Hannover 96 Kind will einheitliche Linie gegen Problem-Fans
Sportbuzzer Hannover 96 Kind will einheitliche Linie gegen Problem-Fans
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14:45 17.02.2015
96-Präsident Martin Kind. Quelle: Archiv
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Hannover

Martin Kind, Präsident von Hannover 96, hat im Umgang mit Problem-Fans eine einheitliche Linie der Bundesligaclubs gefordert. „Wir müssen gemeinsame Strategien entwickeln. Jetzt entscheidet es jeder Verein für sich, sehr unterschiedlich, der eine konsequenter, der andere weniger  konsequent. Das ist kein gutes Signal“, sagte Kind dem Kölner  Stadt-Anzeiger. Kind kritisierte auch die Rolle des Deutschen Fußball-Bundes bei der Aufarbeitung von Ausschreitungen oder Pyrotechnik-Gebrauch: „Der DFB kriegt das Geld für die Strafen, damit haben sie ihren Job schon erledigt. Das scheint mir ein bisschen kurz gesprungen zu sein. Die notwendigen Antworten, die über und für die ganze Bundesliga zu neuen Ansätzen führen, die bekommt man so natürlich nicht“, sagte Kind.

Dem 1. FC Köln, der am Montag nach dem Platzsturm von Mönchengladbach die Ultra-Gruppe Boyz ausgeschlossen hatte, bescheinigte Kind „Mut und Kraft“ bei seinem Vorgehen. Köln hatte angekündigt, allen etwa 40 bekannten Mitgliedern noch vor dem Heimspiel am Samstag gegen Hannover 96 ein lokales, unbefristetes Stadionverbot erteilen zu wollen und sämtliche Dauerkarten für Heim- und Auswärtsspiele zu kündigen. Zudem werden alle Vereinsmitglieder, die den Boyz angehören, aus dem Gesamtverein ausgeschlossen. Rund 30 vermummte Chaoten waren nach dem Schlusspfiff auf den Platz gestürmt, hatten sich Jagdszenen und Handgreiflichkeiten mit der Polizei und den Ordnungskräften geliefert. Zwei Randalierer wurden festgenommen, ein Polizist verletzt.

Unterdessen hat Präsident Werner Spinner hat das harte Durchgreifen des 1. FC Köln verteidigt. Sie können jetzt einer Gruppe eine Beteiligung nachweisen, "die über Einzeltäter hinausgeht. Und wenn der Kopf des Fanclubs mit als Erster auf den Platz stürmt und andere auffordert, hinterherzukommen, dann stimmt in dem Fanclub etwas nicht", sagte Spinner der "Bild"-Zeitung. Reaktionen der Boyz auf den Entzug des Fanclub-Status schließt Spinner nicht aus. "Die kann es geben. Und die müssen wir aushalten. Wir werden dann aber auch darauf reagieren, wenn nötig", sagte der 66-Jährige.

dpa/sid/frs

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