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Hannover 96 Sarenren-Bazee wird rechts stehen gelassen
Sportbuzzer Hannover 96 Sarenren-Bazee wird rechts stehen gelassen
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06:00 21.11.2016
Von Christian Purbs
Kaum zu sehen: Noah-Joel Sarenren-Bazee (vorne) scheitert an Aue-Torwart Daniel Haas.
Kaum zu sehen: Noah-Joel Sarenren-Bazee (vorne) scheitert an Aue-Torwart Daniel Haas. Quelle: Maike Lobback (Team zur Nieden)
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Vielleicht hätte Noah-Joel Sarenren-Bazee nach einer halben Stunde einfach mal quer über den Platz rufen sollen: „Hey Jungs, ich bin wieder da.“ Es überraschte, war ärgerlich und nicht nachzuvollziehen, wie selten seine Mitspieler versuchten, ihren schnellen Stürmer in Szene zu setzen. Nach seiner Hüftoperation im Sommer stand der 20-Jährige nach einem halben Jahr Pause gegen Erzgebirge Aue endlich wieder in der Startelf. Als er in der 61. Minute ausgewechselt wurde, war der Beifall für den Publikumsliebling jedoch verhalten. Sein Saisondebüt von Beginn an hatten er und die Fans sich anders vorgestellt.

Dass es nicht so gut lief wie bei seinem letzten Spiel für die „Roten“, als er am 7. Mai beim 1:0-Sieg gegen Hoffenheim die 1899-Abwehrspieler reihenweise schwindelig spielte, lag nicht nur an der fehlenden Spielpraxis und der langen Pause. Oftmals stand sich Sarenren-Bazee auch selbst im Weg. Weil er es in so mancher Situationen zwingen wollte und dabei übermotiviert zu Werke ging, verlor er seine Leichtigkeit, ging die Einfachheit in seinen Aktionen verloren. Stärken, die ihn am Ende der vergangenen Saison zusammen mit seiner bemerkenswerten Schnelligkeit ausgezeichnet hatten.

„Ich hätte ihm gewünscht, dass er schneller reinkommt. Er selbst hatte sich auch mehr erhofft“, sagte 96-Trainer Daniel Stendel. Gut möglich, dass dem großen 96-Talent vieles leichter gefallen wäre und besser funktioniert hätte, wenn seine Mitspieler ihm bei seinem Comeback mehr unterstützt hätten. Doch Sarenren-Bazee wartete auf der rechten Angriffsseite der „Roten“ vergeblich auf akzeptable Zuspiele oder einen langen Ball, dem er hinterhersprinten konnte. Stattdessen setze 96 auf Bewährtes. Immer wieder griffen die „Roten“ über die linke Seite an, wo Felix Klaus in den vergangenen Wochen für reichlich Gefahr und so manches Tor gesorgt hatte. Gegen Aue blieb Klaus jedoch immer wieder an seinem starken Gegenspieler Calogero Rizzuto hängen. Auf der anderen Seite hatte auch Aue-Verteidiger Sebastian Hertner kaum Mühe mit Sarenren-Bazee. Nur einmal sorgte der 96-Stürmer für Gefahr, als er am langen Pfosten aus spitzem Winkel an Aue-Torwart Daniel Haas scheiterte (26. Minute).

Mehr Aufregendes gab es vom 20-Jährigen nicht zu sehen. Stendel ist jedoch davon überzeugt, dass sich das ändern wird. „Er war lange raus und muss lernen, mit den Erwartungen umzugehen, die auf ihn einprasseln. Aber das ist kein Beinbruch. Ich bin mir sicher, dass er noch richtig gute Spiele für uns machen wird.“

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