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Hannover 96 Stendel baut die Mannschaft um
Sportbuzzer Hannover 96 Stendel baut die Mannschaft um
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00:15 09.04.2016
Von Christian Purbs
Ausloten, was geht: 96-Trainer Daniel Stendel (l.) bleibt nicht viel Zeit. Quelle: Florian Petrow
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Hannover

Das Kommando vom neuen Chef war deutlich: „Stopp da vorne, warten“, rief Trainer Daniel Stendel den 96-Profis zu, die sich nach dem Training auf den Weg in die Kabine machen wollten. Erst als das letzte Hütchen aufgesammelt und schließlich das gesamte Team inklusive Trainerstab, Physiotherapeuten und Assistenten versammelt war, verließen alle den Platz. Gemeinsam. Vielleicht sollte man in diese Szene nicht zu viel hineininterpretieren, aber wenn Stendel es schafft, aus dieser Mannschaft auch am Freitag im Spiel bei Hertha BSC eine Einheit zu machen, dann hätte er in sehr kurzer Zeit schon einiges erreicht. Auf jeden Fall mehr als sein Vorgänger Thomas Schaaf.

„Ich habe Bock darauf, Hannover wieder in positivere Schlagzeilen zu führen“, hatte der 42-Jährige bei seiner Vorstellung am Montag gesagt. Und genau so leitete er auch die ersten Trainingseinheiten mit dem kompletten Team: lautstark, engagiert und mit viel Schmackes von der ersten Minute an.

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Über fehlende Abwechslung beim Training konnten sich die 96-Profis nicht beklagen, zumal Stendel für die meisten Spieler bereits der dritte Trainer in dieser Saison ist. Und so zogen auch alle fleißig mit, hauten sich rein, grätschten, rannten und kämpften. Mittendrin auch die drei von Schaaf aussortierten Manuel Schmiedebach, Andre Hoffmann und Salif Sané, für die der Trainerwechsel die Chance ist, wieder in die Mannschaft zurückzukehren. Wenn sie denn bereit sind, die Forderungen von Stendel zu erfüllen. „Es geht darum, die Ärmel aufzukrempeln und sich durchzubeißen“, machte der Interimscoach deutlich, was er vom Team des Tabellenletzten der Bundesliga in den letzten sechs Spielen der Saison erwartet.

Viel Zeit bleibt Stendel nicht, um auszuloten, welchen Spielern er vertrauen kann, wer die richtigen sind, die sich am Freitagabend in Berlin als eine wettbewerbsfähige Elf präsentieren und alles geben, um das ramponierte Image der „Roten“ zumindest ein wenig aufzupolieren. Dass es Veränderungen gegenüber dem 0:3 im Heimspiel gegen den HSV geben wird, ist sehr wahrscheinlich. Am Dienstag trainierten mit Niklas Feierabend, Noah-Joel Sarenren-Bazee, Tim Dierßen und Can Tuna vier Nachwuchsspieler mit, gut möglich, dass Stendel einem oder zwei von ihnen in Berlin eine Chance geben wird.

Auch im Angriff wird der 96-Trainer wohl umstellen, gute Chancen auf einen Platz in der Startelf hat Artur Sobiech. Was keine gute Nachricht für Hugo Almeida ist. Der Portugiese zeigte auch nach Trainingsende, dass bei ihm immer noch einiges fehlt. Als alle mit anfassten und die Tore wegtrugen, war er nicht auf Ballhöhe und trottete neben der Gruppe her. Statt mit anzupacken legte er seine Hand auf die Schulter von Schmiedebach.

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