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Hannover 96 Das Versprechen von Tayfun Korkut
Sportbuzzer Hannover 96 Das Versprechen von Tayfun Korkut
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00:15 06.04.2014
Von Christian Purbs
Zuversichtlich: Tayfun Korkut.
Zuversichtlich: Tayfun Korkut. Quelle: zur Nieden
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Hannover

Das ist doch mal eine deutliche Ansage. „Wir steigen nicht ab“, sagt Trainer Tayfun Korkut. Okay, was soll er auch anderes sagen? Doch beim Trainer von Hannover 96 klingt das nicht nach Worten, die man halt so raushaut, wenn man mitten drin steckt im Abstiegsschlamassel der Fußball-Bundesliga, das Derby gegen Eintracht Braunschweig vor der Brust, um das Umfeld zu beruhigen und nur ja keine Panik aufkommen zu lassen. Bei Korkut hört sich das an wie eine Feststellung, als sei die Sache längst ausgemacht. „Ich bin kein Schönredner. Wir steigen nicht ab!“ Punktum. Basta.

Der Coach, der am Mittwoch 40 Jahre alt wurde, verrät auch, woher er seinen Optimismus nimmt, warum er an eine Mannschaft glaubt, die in den vergangenen Spielen so viel hat vermissen lassen und deshalb sechs Spieltage vor Saisonende bei fünf Punkten Abstand zu einem Abstiegsplatz um den Klassenerhalt zittern muss. Da gebe es mehrere Punkte, sagt Korkut – und legt los. „Weil wir uns um die fünf Punkte kümmern“, sagt der 96-Trainer.

"Wir haben es selbst in der Hand.“

Gegen Bremen habe sein Team zwar die Chance verpasst, den Abstand auszubauen, „doch jetzt haben wir gegen Braunschweig die nächste Chance. Ich bin überzeugt, dass die Qualität und Leistungsbereitschaft in der Mannschaft vorhanden ist. Wir sind nicht abhängig vom HSV oder Stuttgart. Wir haben es selbst in der Hand.“

Damit die „Roten“ sich ihre Unabhängigkeit auch bewahren können, muss sich die Mannschaft jedoch enorm steigern. Die Probleme, die schon in Hoffenheim und dann im Heimspiel gegen Bremen nicht zu übersehen waren, will Korkut nicht kleinreden. „Wir wissen, was wir hätten besser machen können. Wir müssen uns jetzt darauf besinnen, was wir in den guten Spielen gemacht haben.“ Seine Zauberformel für die Rückkehr zum Erfolg wie zu Beginn der Rückrunde lautet Kompaktheit. „Das ist das Wichtigste, dadurch entsteht in allen Mannschaftsteilen ein besseres Gefühl. Diese Idee, die taktische Ordnung, müssen wir schleunigst wieder auf Vordermann bringen und die Sachen, die wir schon richtig gemacht haben, wieder hinbekommen.“

Die Räume wieder enger zu machen und sich taktisch klüger zu verhalten, ist das Eine. Korkut muss auch dringend etwas gegen die Lethargie unternehmen, die das Team zuletzt an den Tag legte und die alle guten Vorsätze zunichtemachen kann. „Es ist wichtig, jetzt kühlen Kopf zu bewahren und die vorhandene Leidenschaft und Aggressivität auch auf dem Platz umzusetzen“, sagt der 96-Trainer, der bei seiner Mannschaft kein Problem mit den Führungsspielern sieht.

Er werde nicht einzelne Spieler in die Pflicht nehmen, sagte Korkut, „ich nehme die Mannschaft in die Pflicht.“ Jetzt gehe es darum, den Trend zu stoppen und im nächsten Spiel die nächste Chance auf den Befreiungsschlag zu nutzen. Gedanken an einen möglichen Abstieg stören da nur. „Was wäre wenn: Das hilft doch keinem weiter.“

Positives ist gefragt. „Wir steigen nicht ab!“ Prima. Und wenn es dann auch einen Sieg im Derby gegen Braunschweig gibt, dann ist die 96-Welt auch wieder halbwegs in Ordnung.

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