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Hannover 96 Trainingsstart bei Hannover 96 ohne Neuzugänge
Sportbuzzer Hannover 96 Trainingsstart bei Hannover 96 ohne Neuzugänge
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21:58 02.01.2012
Von Norbert Fettback
Die Trainingsgäste werden vergeblich die Hälse recken. Wenn der Fußball-Bundesligist Hannover 96 gegen 14 Uhr nach 15-tägigem Urlaub mit der Rückrundenvorbereitung beginnt, wird unter den Spielern kein neues Gesicht zu entdecken sein.
Die Trainingsgäste werden vergeblich die Hälse recken. Wenn der Fußball-Bundesligist Hannover 96 gegen 14 Uhr nach 15-tägigem Urlaub mit der Rückrundenvorbereitung beginnt, wird unter den Spielern kein neues Gesicht zu entdecken sein. Quelle: zur Nieden
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 „Es gibt nichts zu vermelden, und es ist auch nichts abzusehen“, sagte 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke. Ruhe vor dem Sturm also, der am 21. Januar einsetzen soll, wenn die „Roten“ in Hoffenheim wieder loslegen müssen? Oder ist doch nur alles eine Frage der Zeit, wann der Tabellensiebte den von nicht wenigen Fans herbeigesehnten Neuzugang präsentiert?

Dass in der Hinsicht dieses und jenes in Bewegung ist, zeigt sich im Fall eines jungen Mannes mit dem klangvollen Namen Mushaga Bakenga. Der 19 Jahre alte gebürtige Norweger steht noch bis 2013 bei Rosenborg Trondheim unter Vertrag; als im Dezember die Saison in der Tippeligaen beendet wurde, standen für den Stürmer zwölf Tore zu Buche. Genug, um in Hannover ernsthaftes Interesse auszulösen. Das erste Angebot, das 96 für Bakenga an dessen Klub übermittelt, ist zwischenzeitlich beantwortet worden. Allerdings sei die Reaktion aus hannoverscher Sicht „nicht befriedigend“, wie Schmadtke sagt. „Wir müssen sehen, wie es da weitergeht.“ Das darf auch so interpretiert werden: Beide Vereine liegen in ihren Vorstellungen über die von 96 zu zahlende Ablöse für den jungen Angreifer deutlich auseinander; es gibt weiteren Gesprächsbedarf im Monat Januar, in dem Spielerwechsel möglich sind.

Trotz der vor allem infolge der Europa League gut gefüllten Klubkasse will 96 anscheinend aber nicht um jeden Preis aktiv werden. Er verstehe die Aufgeregtheiten in der Öffentlichkeit zum Teil, sagte Schmadtke, könne diese mitunter aber nicht nachvollziehen. Seine Sicht der Dinge mit Blick auf die bevorstehenden Herausforderungen auf nationaler und internationaler Ebene formuliert der Sportdirektor mit den Worten: „Wir stehen nicht unter dem großen Druck, dass wir unbedingt sofort reagieren müssen. In unserem Kader gibt es keine wirkliche Baustelle.“

Andererseits lässt sich nicht übersehen, dass es bei 96 speziell in der Offensive zuletzt ziemlich hakte, was in der Liga eine Durststrecke von sieben sieglosen Spielen zur Folge hatte. Der nächste Gedanke ist da oft, durch frisches Blut für Abhilfe zu sorgen. Norwegen hat sich, denkt man an Didier Ya Konan (kam 2009 ebenfalls aus Trondheim) und Mohammed Abdellaoue (2010 von Valerenga Oslo geholt), in dieser Hinsicht schon zweimal als ausgesprochene Fundgrube erwiesen. Dass 96 ein Angebot für Bakenga vorgelegt hat, bedeutet im Umkehrschluss zugleich, dass in diesem Fall zumindest zwei von drei Prämissen des hannoverschen Klubs für einen Transfer erfüllt sind. Schmadtke nennt außer dem wirtschaftlichen Kriterium die sportliche Perspektive und die Tatsache, dass der Neue in die Mannschaftsstruktur passen muss.

Ein anderer vermeintlicher Wechselkandidat scheint unter diesem Blickwinkel eher schlechte Chancen zu haben. Befragt nach Ahmed Januzi (23) vom 96-Europa-League-Kontrahenten Worskla Poltawa, sagte Schmadtke: „Da gibt es keinen Stand.“ Wer sich an die Auftritte des Albaners in den beiden Spielen gegen die „Roten“ erinnert, der wird vermutlich auch nicht traurig sein, wenn dieser Spieler nicht verpflichtet wird.

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