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Hannover 96 96 gehört nun einem Investoren-Quartett
Sportbuzzer Hannover 96 96 gehört nun einem Investoren-Quartett
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08:14 07.07.2016
Quelle: Archiv
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Hannover

Im Zuge der Neuordnung bei der S&S, die das Profifußball-Geschäft steuert, hat auch die Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG, die die HAZ und die „Neue Presse“ herausgibt, ihre Gesellschaftsanteile in Höhe von 2,77 Prozent verkauft. Die Mitgesellschafter Matthias Wilkening sowie die Baum Holding GmbH erwarben jeweils die Hälfte der freiwerdenden Anteile. Wilkening und Baum übernahmen zudem die Anteile in Höhe von 12,45 Prozent von Michael Schiemann – ebenfalls jeweils je zur Hälfte. Am Himmelfahrtstag hatte 96-Clubchef Martin Kind mit der Nachricht überrascht, er habe die 25,69 Prozent des Unternehmers Detlev Meyer übernommen. Kind wurde damit zum Mehrheitsgesellschafter. Eher überraschend ist, dass die Unternehmer Gregor Baum und Matthias Wilkening, deren Verhältnis zu Kind als abgekühlt gilt, nun nicht aussteigen, sondern sogar aufstocken. Ex-Gesellschafter Schiemann berichtet von einem „Sinneswandel“ bei den beiden Investoren. Ihr Engagement verhindert eine Drei-Viertel-Mehrheit für Kind und seinen Weggefährten Dirk Roßmann.

Die Madsack Mediengruppe beendet mit dem Anteilsverkauf ihre 14-jährige Beteiligung. Das Engagement sei 2002 mit der eindeutigen Zweckbindung für den Stadionneubau im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 eingegangen worden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Madsack hatte als einziger Gesellschafter keinen Sitz im Aufsichtsrat der 96 S&S.
Kind begrüßte die Entwicklung im Gesellschafterkreis „uneingeschränkt. Ich bin da entspannt und ohne Emotionen“, sagte Kind der HAZ. „Es geht um 96. Dass es nur noch vier Gesellschafter gibt, erhöht möglicherweise die Effizienz.“Ursprünglich hatten Baum und Wilkening ihre Anteilspakete Kind zum Kauf angeboten, überlegten es sich dann aber anders. „Wenn ich ehrlich bin, hat mich das nicht überrascht“, sagte Kind, der von einem Konflikt zwischen ihm sowie Dirk Roßmann auf der einen Seite und Baum/Wilkening auf der anderen Seite nichts wissen will. „Das ist eine vernünftige Situation“, sagte Kind.

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hr

06.07.2016
Heiko Rehberg 08.07.2016