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Sportbuzzer Serie der HSG Schaumburg Nord hält auch im Derby gegen Barsinghausen
Sportbuzzer Serie der HSG Schaumburg Nord hält auch im Derby gegen Barsinghausen
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07:51 28.10.2019
Der Barsinghäuser Torsten Lippert bremst Rückraumspieler Andreas Lüer (links) unsanft aus. Lüer revanchiert sich dafür in der Schlussphase des Derbys mit wichtigen Toren. Quelle: uk
Waltringhausen

Die von Sebastian Reichardt trainierten Oberliga-Handballer setzten sich in einer umkämpften, aber spielerisch schwachen Begegnung mit 33:28 (17:13) durch. „Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht“, legte Reichardt den Finger in die Wunde.

Die HSG lag nach dem 4:3 durch den starken Rechtsaußen Marwan Blazek (8 Tore) erstmals in Front. „Wir haben dann dauerhaft geführt, deshalb ist der Sieg ungefährdet und auch verdient“, sagte Reichardt.

Nach besagtem 4:3 nahmen die Schaumburger das Zepter in die Hand, legten beim 11:6 durch Fynn Graafmann erstmals fünf Tore vor (18.), was HV-Coach Stefan Wyss zu einer Auszeit veranlasste. Durch einen 3:0-Lauf war der HVB schnell wieder im Spiel. „Vielleicht haben wir es manchmal zu leicht genommen“, so Reichardt, dessen Team wieder anzog und ein 17:13 mit in die Pause nahm.

Blazek erhöhte auf 19:15, aber erneut zog der Schlendrian ein. Komplizierte Anspiele, technische Fehler oder schlechte Chancenverwertung der HSG ließen die Gäste im Spiel. „Wir haben es versäumt, das Spiel frühzeitig zu entscheiden“, räumte Reichardt ein. Beim Stand von 22:18 scheiterte Luca Born an HVB-Keeper Jörg Harre (40.), bei 24:21 unterlief Fynn Graafmann ein technischer Fehler (43.). „Ich hatte Befürchtungen, dass das Spiel kippen könnte“, sagte der Coach, der reagierte und Keeper Daniel Hoffmann für den glücklosen Philipp Volgmann in den Kasten stellte. „Daniel hat dann normal gehalten, aber auch keine Hundertprozentigen weggenommen.“ Auf der Mitte brachte der Coach Graafmann für den blassen Bastian Harendt.

Die HSG hielt die tapfer kämpfenden Gäste auf Distanz, traf im letzten Viertel des Spiels durch Nikolai Hengst und Andreas Lüer auch zunehmend aus dem Rückraum, was die Sache erleichterte und den Gegner entnervte. Als Hoffmann gegen Yannik Lukas Tiedgen parierte und Blazek im Gegenzug zum 29:24 traf (55.), war eine Vorentscheidung gefallen. Die HSG brachte den Vorsprung sicher ins Ziel, freute sich über den zweiten Derbysieg in Folge.

„Wir sind stabiler, aber noch nicht auf dem Niveau der Vize-Meister-Saison“, erklärte Reichardt. Am Sonnabend geht es zum Tabellenführer Lehrter SV, dann wird sich zeigen, wie stabil das HSG-Gebilde wirklich ist. Von Uwe Kläfker

HSG: Müller 4, Hengst 6, Knüttel 1, Blazek 8, Thieme 1, Graafmann 7/2 Siebenmeter, Lüer 6.