Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Sport lokal HSG Schaumburg Nord gewinnt knapp
Sportbuzzer Sport lokal HSG Schaumburg Nord gewinnt knapp
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:30 25.02.2018
Anzeige
Waltringhausen

Coach Sebastian Reichardt hatte trotz der Platzierung der Gäste auf Rang zehn ein enges Spiel erwartet. „Wir können uns heute glücklich schätzen mit so einer Leistung gewonnen zu haben“, erklärte der Coach. Zunächst einmal muss die HSG den vermutlich mehrwöchigen Ausfall von Andreas Lüer verkraften. In der 8. Minute musste der Torjäger mit Verdacht auf einen Bänderriss im Fuß ausgewechselt werden. Sein Ausfall machte sich im HSG-Angriff sofort bemerkbar, da fehlte im Anschluss der sonst gewohnte Druck aus dem linken Rückraum.

 Bis dahin war es ein Spiel auf Augenhöhe, Lehrte machte gut mit. Erst ab dem 7:7 (10.) deutete sich ein Absetzmanöver der Gastgeber an, das beim 15:9 (20.) durch Marcel Rose vollzogen war. Es folgte aber eine ganz schwache Phase der Gastgeber: Nicolai Hengst traf wie im gesamten Spiel nicht so effektiv wie noch vor einer Woche gegen die HF Helmstedt-Büddenstedt. Alexander Müller schaffte es nicht, den Part von Lüer im linken Rückraum auszufüllen. Müller setzte seine körperliche Stärke nicht ein, spielte ohne Dynamik und blieb hinter den Erwartungen zurück.

 „Unser Rückraum, insbesondere Hengst und Müller, haben kein gutes Spiel gemacht und nicht für Entlastung gesorgt“, ärgerte sich Reichardt. Erst nach acht torlosen Minuten erzielte Mirko Thieme das 16:13 (28.), Lehrte war bis dahin wieder auf Schlagweite heran. Die Umstellung der Gäste-Abwehr auf eine 5:1-Variante behagte den Gastgebern gar nicht.

 Lehrte blieb ein unangenehmer Gegner, machte spielerische Schwächen durch Einsatz wett. Bei den Gastgebern blieb es im Angriff bei viel Stückwerk, dennoch gelang es, die Führung bis zum 27:24 (54.) zu halten. Dann wankte der Tabellenzweite, führte zwei Minuten später nur noch 27:26. In den Schlussminuten versuchten die Gäste alles, um den Ausgleich zu schaffen, doch die Gastgeber trafen zum richtigen Zeitpunkt. „Lüers Ausfall tut uns weh, das müssen wir mit anderen Mitteln wettmachen. Das haben wir heute mit Ach und Krach hinbekommen“, resümierte Reichardt das Spiel.

HSG: Rose 7, Graafmann 6/3, Hengst 5, Müller 4, Reinsch 3, Lüer 3, Thieme 3. hga