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Sport lokal Südmeier setzt Akzente
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17:02 21.02.2018
Starkes Tempospiel: Aleksandar Svitlica (Mitte) schließt einen der zahlreichen Mindener Konter mit einem Treffer ab. Fotos: uk
Starkes Tempospiel: Aleksandar Svitlica (Mitte) schließt einen der zahlreichen Mindener Konter mit einem Treffer ab. Fotos: uk
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Minden

Erst nach dem 26:20 (45.) durch Anton Mansson war klar: Der Tabellenletzte und Dauerpatient im Kampf um den Klassenerhalt aus Hessen war zumindest in der Kampa-Halle nicht wiederzubeleben. Bis dahin waren die Hüttenberger vor 2720 Zuschauern aber der erwartet schwere Brocken, machte den Gastgebern lange das Leben schwer. „Wir wollten Minden ärgern. Ich bin enttäuscht, aber nicht ärgerlich, denn die Jungs haben alles gegeben“, resümierte TV-Trainer Emir Kurtagic die 60 Minuten. Das bessere Gesamtpaket habe letztlich gewonnen, so der Coach.

 Die Ostwestfalen trugen ihren Teil zur schweren Geburt bei, leisteten sich einige technische Fehler und machten es unnötig lange spannend. Vor allem in der Abwehr dauerte es bis weit in die zweite Halbzeit, ehe die gewohnte Stabilität vorhanden war. „Defensiv war es lange zu passiv“, monierte auch Mindens Sportlicher Leiter Frank von Behren, der aber auch einräumte: „Hüttenberg spielte schlau, das hat mir imponiert.“

 Die Gäste hatten im überragenden Dominik Mappes (8 Tore) ihren besten Mann, der sein Team mit Treffern und klugen Pässen im Spiel hielt. Zudem bereitete die offensive 3:2:1-Deckung den Ostwestfalen einige Probleme. „Das Passverhalten war vor allem in der ersten Halbezit nicht genau genug“, meinte GWD-Trainer Frank Carstens, der sich dennoch sehr zufrieden zeigte: „Zumindest vom Ergebnis her war es ein souveräner Erfolg, das war so nicht zu erwarten.“ Aber dank Torhüter Kim Sonne Hansen und Spielmacher Sören Südmeier seien entscheidende Akzente gesetzt worden, so der 46-Jährige.

 Beim 4:3 (8.) führten die Gäste letztmalig, blieben aber lange in Schlagdistanz. Nach dem 12:12 durch Ragnar Johannsson gönnten sich die Gäste eine kleine Schwächephase, die GWD durch gekonntes Tempospiel gnadenlos ausnutzte und zur Pause auf 17:13 wegzog.

 Beim 17:19 waren die Hessen wieder dran (37.). „Aber wir haben unsere vorhandenen Chancen nicht genutzt, uns vier kurze Schwächeperioden erlaubt“, bedauerte Kurtagic. GWD vergrößerte nun stetig den Vorsprung, beim 26:20 durch Mansson war das Spiel entschieden. „Wir haben viel Geduld gebraucht, sind aber auch immer wieder gut in die Zweikämpfe gegangen“, freute sich Carstens über die starke Vorstellung seiner Mannschaft.

 GWD Minden hat nach dem Erfolg elf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, der Klassenerhalt scheint unter Dach und Fach zu sein. Am Donnerstag geht es in Erlangen weiter. uk