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Sport 800-Meter-Weltmeisterin Semenya darf wieder starten
Sportbuzzer Sport 800-Meter-Weltmeisterin Semenya darf wieder starten
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18:19 06.07.2010
Caster Semenya nach ihrem WM-Sieg über 800 Meter in Berlin.
Caster Semenya nach ihrem WM-Sieg über 800 Meter in Berlin. Quelle: dpa
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Die IAAF-Führung folge mit der Starterlaubnis nun einer Empfehlung der Medizinischen Kommission des Weltverbandes. Wie die IAAF in ihrer knappen Presseerklärung mitteilte, seien die medizinischen Details vertraulich und würden nicht weiter kommentiert werden.

IOC-Vizepräsident Thomas Bach forderte die Schaffung neuer Regularien in Bezug auf die Trans- und Intersexualität von Sportlern. „Dieses Problem ist ein hochsensibles und wird den Sport sicher weiter beschäftigen. Dazu müssen an vorderster Stelle Regularien geschaffen werden, damit die Privatsphäre und Persönlichkeitsrechte von Betroffenen zukünftig besser geschützt werden, als dies bei Caster Semenya der Fall war“, sagte Bach, der das IAAF-Urteil begrüßte: „Es ist gut, dass die lange Zeit der Ungewissheit für Caster Semenya ein Ende hat und sie nun ihre sportliche Zukunft planen kann.“

Mittelstreckenläuferin Semenya durfte seit ihrem WM-Sieg im August 2009 in Berlin nicht mehr starten, weil ihr Geschlecht nicht eindeutig geklärt war. Aufgrund ihrer männlichen Erscheinung waren Zweifel aufgekommen, ob sie eine Frau ist. Die IAAF hatte daraufhin während der WM Geschlechtstests angeordnet. Bereits im September 2009 berichteten mehrere Medien, dabei sei herausgekommen, dass Semenya ein Zwitter (Hermaphrodit) sein könnte. Danach könnte sie sowohl Geschlechtsmerkmale einer Frau als auch eines Mannes haben.

dpa