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Sport 96-Flitzer stört auch beim Berlin Marathon
Sportbuzzer Sport 96-Flitzer stört auch beim Berlin Marathon
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20:53 29.09.2013
Erster: Der Flitzer reißt vor dem kenianischen Weltrekordler Wilson Kipsang das Zielband zu Boden. Quelle: rtr
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Berlin

Ein Provokateur hat beim Berlin-Marathon für Ärger bei Sieger Wilson Kipsang und einen Schrecken bei den Rennorganisatoren gesorgt. Ein Mann war am Sonntag wenige Meter vor dem Ziel auf die Strecke gestürmt, streckte die Arme in die Höhe und riss vor dem Kenianer das Zielband zu Boden. Dem neuen Weltrekordmann Wilson Kipsang machte der Mann, der aus Wolfsburg stammt, so den womöglich größten Moment seines sportlichen Lebens kaputt.

Erst im Zielraum konnten Sicherheitskräfte den Mann überwältigen. "Wir haben ihn der Polizei übergeben und haben ihm Hausverbot erteilt", sagte Renndirektor Mark Milde. Laut Berliner Morgenpost handelt es sich bei dem Mann, der per T-Shirt-Aufdruck für eine Internetseite mit erotischem Angebot warb, um denselben Flitzer, der vor einer Woche im Bundesligaspiel Hannover gegen Augsburg den Rasen betreten hatte.

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Die Organisatoren des Rennens prüfen laut Berliner Morgenpost nun eine Anzeige gegen den Flitzer: "Man muss in den kommenden Tagen sehen, ob wir Anzeige erstatten. Wir haben dem Mann Hausverbot erteilt und der Polizei übergeben. Diese hat die Personalien aufgenommen", sagte Renndirektor Milde.

Der Störenfried trug beim Zieldurchlauf des Berlin-Marathons eine Startnummer F7527, die für eine Läuferin aus Niedersachsen in der Altersklasse W35 ausgestellt war. Zwischenzeiten wurden am Sonntag für diese Startnummer nicht registriert. Nach Informationen der Zeitung "Die Welt" soll es sich um einen 35-Jährigen handeln. Alles Weitere übernehme jetzt die Polizei, sagte Renndirektor Milde.

Erschreckend ist der Vorfall vor allem unter dem Sicherheitsaspekt. Die Veranstalter des Berlin-Rennens hatten nach dem Bombenattentat im April beim Boston-Marathon, bei dem drei Menschen starben, die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Erstmals war der Tiergarten komplett eingezäunt worden, die Zuschauer des Start- und Zielbereichs wurden stichprobenartig kontrolliert. "Wir wollen keinen Hochsicherheitstrakt, aber alle sollen sich sicher fühlen", hatte Geschäftsführer Jürgen Lock vom Veranstalter SCC-Events angekündigt.

zys/dpa

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