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Sport Allofs: Frings weiter Thema
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17:35 07.03.2010
Werder-Manager Klaus Allofs Quelle: dpa
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Klaus Allofs hat das Thema „Torsten Frings für Deutschland“ noch einmal eröffnet - Joachim Löw begann davon unberührt seinen Sichtungs-Endspurt für die WM. Zumindest in einer personellen Notlage müsse der Bundestrainer für die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer wieder auf den Bremer Routinier Frings zurückgreifen, erklärte Werder-Manager Allofs am Sonntag im DSF-Doppelpass mit Hinweis auf die schwere Knieverletzung von Leverkusens Simon Rolfes. Dann wäre es „fahrlässig, so einen verdienten Spieler“ nicht mit nach Südafrika zu nehmen. „Man muss sehen, welche Varianten man im defensiven Mittelfeld hat“, sagte Allofs und verwies auch auf die Probleme der deutschen Nationalmannschaft beim 0:1 am vergangenen Mittwoch im Test-Länderspiel gegen Argentinien.

Allerdings weiß Allofs auch: „Wenn alle Spieler gesund sein sollten, wird es sicher nichts mehr.“ Bundestrainer Löw hatte den 33 Jahre alten Frings im Januar endgültig ausgemustert. Zudem hatte er gegen Argentinien erstmals den Münchner Bastian Schweinsteiger auf die Position im zentralen defensiven Mittelfeld neben Kapitän Michael Ballack beordert, die lange Jahre von Frings besetzt worden war. Bei seinen intensiven Personal-Beobachtungen, die für Löw am Sonnabend bei Frankfurt gegen Schalke (1:4) begannen, wird sich der 50-Jährige vor allem mit jenen 25 Kandidaten beschäftigen, die er beim Argentinien- Spiel dabei hatte. Dazu kommen die gegen die „Gauchos“ fehlenden Heiko Westermann (Schalke) und Marcell Jansen (Hamburger SV), die sich in der Bundesliga am 25. Spieltag positiv zurückmeldeten.

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„Das liegt mir schon noch im Magen“, erklärte Löw im Rückblick auf die Niederlage gegen Argentinien, es war das erste verlorene Länderspiel seit über einem Jahr. Da gebe es schon noch einiges zu analysieren. Gefreut hat sich der Bundestrainer über die Reaktionen einiger seiner Spieler im Liga-Alltag, allen voran Lukas Podolski. Der hatte seinen Frust über die eigene Tor- und Formkrise nach dem Argentinien-Spiel noch in einer Auseinandersetzung mit einem Fernseh- Reporter ausgelassen und sich dafür einen Rüffel von Löw geholt. Am Wochenende meldete sich Podolski beim 1:1 gegen den FC Bayern mit seinem ersten Bundesliga-Tor seit 1425 Minuten zurück. „Klar ist dieses Tor wichtig für mich“, unterstrich der 24-Jährige.

Auch Keeper Manuel Neuer bekam von Löw für seine Leistung in Frankfurt ein Extra-Lob. Vor einer Woche hatte der Bundestrainer dem Schalker die Hoffnung genommen, als deutsche Nummer 1 nach Südafrika zu gehen. Statt Neuer heißt Löws Favorit René Adler von Bayer Leverkusen. „Das war wirklich keine ganz schöne Situation für mich“, blickte der 23-jährige Schalker nochmals zurück, kündigte am Sonntag im „Tagesspiegel“ aber deutlich an: „Ich werde weiter Druck ausüben.“

Neuer bedauerte es, dass er vor der Entscheidung nur eine Halbzeit gegen die Elfenbeinküste und über 90 Minuten gegen die Vereinigten Arabischen Emirate eine Chance im DFB-Team bekommen hat. „So richtig empfehlen kann man sich da nicht. Ich hätte mir schon gern ein Spiel gewünscht, welches eine richtige Drucksituation beinhaltet.“ An seinem Ehrgeiz und seinem guten Verhältnis zum Bremer Tim Wiese, der als dritter Torwart mit zur WM fahren soll, ändere sich für ihn aber nichts: Er werde im Training angreifen, „und ich werde unbeeindruckt und ehrgeizig wie immer in meine nächsten Spiele mit Schalke gehen“.

dpa

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