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Sport „Sieg über den HSV Pflicht“
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11:04 03.10.2014
Der BVB-Trainer Jürgen Klopp. Quelle: dpa
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Dortmund

Von Erleichterung war nur wenig zu spüren. Schon kurz nach der Rückkehr vom 3:0 (1:0) in der Champions League beim RSC Anderlecht stand Jürgen Klopp wieder mächtig unter Strom. Mit deutlichen Worten schwor der BVB-Coach sein von wochenlanger Terminhatz geschlauchtes Team auf den nächsten Kraftakt gegen Hamburg ein. „Wir denken nicht, wir hätten die Wende herbeigeführt. Unsere Situation hat sich durch Mittwoch nicht geändert“, kommentierte der Fußball-Lehrer in Anspielung auf den schwachen nationalen Saisonstart der Borussia. Mit erhobenem Zeigefinger fügte er an: „Die Liga ist der wichtigere Wettbewerb für uns.“

Allein der Blick auf die Bundesliga-Tabelle reicht aus, um die Freude über den famosen Start in die europäische Königsklasse mit zwei Siegen zu schmälern. Schließlich rangiert der als Mitfavorit gehandelte Revierclub auf einem indiskutablen zweistelligen Tabellenplatz. Michael Zorc hofft, dass die Mannschaft den Schwung aus der Champions League in die Partie am Samstag gegen den HSV mitnehmen kann: „Angesichts unserer Situation ist ein Sieg über den HSV Pflicht“, sagte der Sportdirektor der Nachrichtenagentur dpa.

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Anders als zuletzt auf nationaler Bühne wurden die Dortmunder in Belgien endlich mal wieder für ihren großen Aufwand belohnt. Dank der Treffer von Ciro Immobile (3. Minute) und Adrian Ramos (69./79.) festigten sie in der Gruppe D die Tabellenführung vor dem am ersten Spieltag mit 2:0 besiegten FC Arsenal. Bei fünf Zählern Vorsprung auf die weiteren Vorrundengegner Anderlecht und Galatasaray Istanbul scheint der Einzug in das Achtelfinale bereits nach zwei Partien ausgemachte Sache. „Wir haben unser wahres Gesicht gezeigt. Die Ausgangssituation ist hervorragend“, befand Sebastian Kehl.

Wie von Klopp erhofft, überstand die zuletzt wankende Defensive endlich mal wieder eine Partie ohne Gegentreffer. Das war in den bisherigen sechs Bundesligapartien noch nicht gelungen. „Wir haben heute nicht perfekt, aber leidenschaftlich verteidigt“, lobte der Trainer. Allerdings stand dem BVB nicht nur beim Pfostenschuss von Aleksandar Mitrovic (75.) das Glück zur Seite. Das konnte die Freude von Klopp jedoch nur bedingt schmälern: „In der zweiten Halbzeit haben wir den Sack zugemacht. Das Zu-Null ist das Krönchen.“

Die Borussia profitierte nicht nur von der diesmal standfesteren Abwehr, sondern auch von der Treffsicherheit ihrer beiden neuen Angreifer Immobile und Ramos. Vor allem der ehemalige Berliner Ramos sammelte Pluspunkte. Nur vier Minuten nach seiner Einwechslung schlug er zum ersten Mal zu und befreite sein Team damit vom wachsenden Druck der Belgier. „Ich habe immer davon geträumt, in der Champions League zu treffen“, sagte der Kolumbianer.

Die Borussen werteten das 3:0 über Anderlecht zwar nicht als Trendwende, wohl aber als Mutmacher. „Jetzt wird es Zeit, dass wir auch in der Bundesliga wieder gut spielen“, meinte Kehl. Ob der am Mittwoch beste BVB-Profi im letzten Spiel vor der ersehnten Länderspielpause mitwirken kann, entscheidet sich jedoch erst kurzfristig. „Er hat einen dicken Huf. Wir werden abwarten müssen“, sagte Klopp.

Routinier Kehl deutete auf seinen angeschwollenen Fuß und wirkte ähnlich skeptisch wie sein Coach: „Das Problem bei englischen Wochen ist immer, dass nur zwei, drei Tage Zeit sind, um eine Verletzung wieder in den Griff zu bekommen. Aber wir werden alles dafür tun.“

dpa

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