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Sport Wechselfieber bei Hannovers Clubs
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14:30 26.09.2015
Sebastian Lehmann stürmt nicht mehr in Langenhagen, sondern beim ECH. Quelle: Sielski
Hannover

Auf diesen Tag hatten die Eishockey-Fans in der Region ein halbes Jahr gewartet. Rund sechs Monate nach dem Ende der Saison 2014/2015 begann gestern die neue Eiszeit. Und besonders gespannt sind die Anhänger immer darauf, wie sich die neuen Spieler präsentieren. Wegen der im Eishockey hohen Anzahl an Spielerwechseln, kann man als Fan schon mal leicht den Überblick verlieren – das gilt besonders für Neuzugänge und Abgänge beim EC Hannover Indians, den Hannover Scorpions und dem ESC Wedemark. Wir geben eine Übersicht, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Ach, dieser Abwehrspieler ist jetzt bei uns? Und warum schießt unser bester Stürmer nun gegen uns ein Tor? Die Region Hannover hat sich mittlerweile den Status einer Eishockey-Hochburg erworben, die Spieler können bei gleich drei Vereinen in der Oberliga aufs Eis gehen. Sogar Wechsel zwischen nicht befreundeten Teams gehören zum Geschäft. Für die Fans wird es nicht einfacher zu unterscheiden, wer gestern noch Feind und heute Freund ist.

Beste Beispiele sind die sogenannten Königstransfers zwischen Indians und Scorpions: Kapitän und Topscorer Christoph Koziol wechselte vom Pferdeturm nach Langenhagen, in die Gegenrichtung orientierte sich mit Sebastian Lehmann einer der besten Oberliga-Angreifer. Zusammen mit Lehmann wechselt Danny Reiss zum ECH, wo er bereits von 1999 bis 2007 sowie in der Saison 2013/2014 aktiv war – dazwischen lag im Spieljahr 2010/2011 wiederum ein Intermezzo bei den Scorpions.

Darüber hinaus verließen Anton Barrein, Deon Jones und Frank Richardt die Indians in Richtung Scorpions, außerdem zog es Karan Moallim und Christopher del Castillo zum ESC Wedemark. Moallims Talent wurde 2011 entdeckt, als er beim Talentwettbewerb „Generation Hockey“ teilnahm. Veranstalter: Hannover Scorpions.

Die Scorpions selbst gaben Thomas Pape, Justin Spenke, Marvin Knauff und Keven Gall nach Mellendorf ab. Neuer Trainer beim ESC ist übrigens Dieter Reiss, der Pferdeturm-Idol Friedhelm Bögelsack ablöste. Reiss hat ebenfalls eine lange Vergangenheit beim ECH, spielte aber Mitte der 90er-Jahre auch bei den ESC Wedemark Wildcats, dem Vorgänger der Hannover Scorpions.

Auch auf den Trainerbänken gibt es also eine Historie in Verbindung mit anderen Vereinen. Marco Spors, im Vorjahr Co-Trainer bei den Indians, assistiert nun Scorpions-Chefcoach Len Soccio. Apropos Soccio: Die Scorpions-Legende blieb den Hannover Scorpions sowie den Vorgängervereinen immer treu. Der Deutschkanadier stand für seinen Verein von 1994 bis 2006 auf dem Eis, aufgrund seiner Verdienste wird seine Rückennummer 20 nicht mehr vergeben. Bei all den vielen Wechseln: So etwas gibt es also auch noch.     

Von Stephan Hartung

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