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Sportbuzzer Sport Bundesligaklubs stimmen Sicherheitskonzept zu
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16:37 12.12.2012
Foto: Das DFL-Präsidium berichtete auf einer Pressekonferenz über den Beschluss zum Sicherheitskonzept.
Das DFL-Präsidium berichtete auf einer Pressekonferenz über den Beschluss zum Sicherheitskonzept. Quelle: dpa
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Frankfurt/Main

 „Wir haben uns von den Fans nicht entfernt, es scheint nur in der Kommunikation etwas schiefgelaufen zu sein“, erklärte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München. Die Vertreter der Vereine einigten sich in der nichtöffentlichen Sitzung auf das besonders bei Fanvertretern umstrittene Maßnahmenpaket. Zur Abstimmung standen insgesamt 16 Anträge, alle wurden laut Ligapräsident Reinhard Rauball abgesegnet. „Ich glaube, dass unter dem Strich der professionelle Fußball als Gewinner hervorgegangen ist“, sagte Rauball nach der Versammlung.

Die Anträge, die die Richtlinien des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) betreffen, müssen vom DFB-Präsidium bei seiner Sitzung am 25. Januar noch abgesegnet werden. Dabei könne es aber nur „unwesentliche inhaltliche Anpassungen“ geben, so die Deutsche Fußball Liga. Innenminister von Bund und Ländern hatten DFL und DFB sowie die Vereine aufgefordert, nach vermehrten Ausschreitungen in den Arenen zu einer Entscheidung zu kommen. Das Papier war nach dem Sicherheitsgipfel mit Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Lorenz Caffier (CDU), Vorsitzender der Innenministerkonferenz, DFB und Ligaverband im vergangenen Juli in Berlin entstanden.

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann hat die Entscheidung der DFL ausdrücklich begrüßt. „Dies ist ein guter Tag für die Sicherheit im Zusammenhang mit Fußballspielen. Auf dieser Grundlage können wir jetzt die weitere Zusammenarbeit mit den Vereinen, der DFL und dem DFB auf ein sicheres Fundament stellen“, teilte der CDU-Politiker am mit.
 Schünemann forderte die Proficlubs auf, die Beschlüsse umzusetzen. „Fußballchaoten müssen isoliert werden. Mit den Beschlüssen setzen die Vereine ein deutliches Signal für mehr Sicherheit“, erklärte Schünemann.
 Nach seinen Angaben soll auch die Arbeit der Fan-Projekte intensiviert werden. „Wir werden zusammen mit den Vereinen noch mehr für die Fanarbeit tun und dort gemeinsam sehr viel Geld investieren.“ Seitens der DFL bestehe die Zusage, die Fanarbeit mit einem zweistelligen Millionenbetrag zu unterstützen. Darüber hinaus würde dann auch Geld des Landes und der Kommunen für die wichtige Präventionsarbeit im Amateurbereich zur Verfügung stehen.

Polizei schützt Tagung vor Fans

Mehrere hundert Fans hatten sich trotz bitterer Kälte vor dem Frankfurter Hotel versammelt, ein Polizeiaufgebot riegelte die Tagungsstätte ab. An den vergangenen drei Spieltagen hatten die Anhänger in den Bundesliga-Stadien mit ihrer Schweige-Aktion über 12 Minuten und 12 Sekunden lautlos, aber eindrucksvoll protestiert. Zudem gab es am vergangenen Wochenende noch Demonstrationen.

Schon vor dem Treffen hatte Zweitligist FC St. Pauli am Dienstagabend angekündigt, die einzelnen Anträge abzulehnen. Stattdessen forderten die Hamburger in einem Antrag bei der DFL einen neuen Termin für die Abstimmung. Zudem solle kurzfristig eine Kommission gebildet werden, in die Fanvertreter einbezogen werden.

Die Fans hatten es bislang nicht geschafft, Übeltäter in ihren Reihen auszugrenzen. Mit dem Urteil gegen die Gewalttäter von Dynamo Dresden hatte die Entscheidung weiteren Zündstoff bekommen. Nach dem Ausschluss des Zweitligisten vom DFB-Pokal der nächsten Saison durch das DFB-Sportgericht protestierten Dynamo-Anhänger auch am Mittwoch in Frankfurt gegen das neue Konzept.

dpa/sag

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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