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Sport Deutsche Herren stehen zum elften Mal im Halbfinale
Sportbuzzer Sport Deutsche Herren stehen zum elften Mal im Halbfinale
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14:39 09.03.2010
Die deutschen Hockey-Herren besiegten Neuseeland mit 5:2. Quelle: dpa
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Deutschlands Hockey-Herren stehen im WM-Halbfinale. Im „Endspiel“ um das Erreichen des Mindestziels gab sich die verjüngte Auswahl von Bundestrainer Markus Weise am Dienstag beim 5:2 (2:0) in Neu Delhi gegen Neuseeland keine Blöße und zog wie immer seit 1973 bei einer WM in die Vorschlussrunde ein. Dort ist am Donnerstag Top-Favorit Australien oder Europameister England Gegner der Deutschen, die nur 1971 (WM-Platz 5) patzten.

Christoph Menke (15. Minute), Florian Fuchs (28.), Philip Witte (47.), Moritz Fürste (63.) und Matthias Witthaus (67.) erzielten die Tore für den Titelverteidiger, dessen Traum vom WM-Hattrick damit weiterlebt. Im Match zwischen den Niederlanden und Südkorea fällt anschließend die Entscheidung über die Semifinal-Paarungen.

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„Bis zum 3:0 haben wir ein gutes Spiel gemacht. Dann kam eine wackelige Phase, da sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen“, meinte Weise nach dem aber letztlich verdienten dritten Turniersieg. Zum Halbfinale meinte er: „Da bevorzuge ich keinen Gegner, wir müssen nehmen, was kommt. Nun gibt es sowieso keine einfachen Spiele mehr.“

In der Nachmittags-Hitze von Neu Delhi übernahmen die angesichts der hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit vorteilhaft ganz in weiß gekleideten DHB-Herren sofort das Kommando. Witte (5./Außennetz) und Menke (10.) boten sich früh gute Einschussmöglichkeiten. Im zweiten Versuch machte es der Gladbacher Menke besser, als er Fuchs’ schöne Linksflanke zu seinem ersten Turniertor nutzte. Mit der Führung im Rücken drängte der WM-Champion weiter, nur die Passgenauigkeit ließ zu wünschen übrig. Die erste Strafecke führte dann zum 2:0: Martin Häners Schlenzer wurde noch pariert, aber gegen den Nachschuss von Youngster Fuchs war kein Kraut gewachsen.

Die knapp 100 mitgereisten deutschen Fans schwenkten fröhlich schwarz-rot-goldene Fähnchen. Tim Jessulat, der erneut für den angeschlagenen Stammkeeper Max Weinhold zwischen den Pfosten stand, hatte bis kaum etwas zu tun. Aber auch das Glück auf seiner Seite, als nach einer Unachtsamkeit und Neuseelands erster Ecke Nick Wilson Sekunden vor der Pause freistehend am leeren Tor vorbeizielte.

Nach dem Wechsel plätscherte die Partie so vor sich bis, bis Weise aufsprang und von seinen „Jungs“ mehr Bewegung einforderte. Sofort gelang Witte das dritte Tor - sein erstes bei dieser WM. Nun aber schlichen sich Nachlässigkeiten ein, die Shea MacLeese (50.) und Nick Wilson (54.) per Doppelschlag prompt bestraften. Die Nervosität in Reihen des nun etwas ins Wanken geratenen Favoriten legte sich erst, als Fürste und Witthaus nach Strafecken für die Entscheidung sorgten.

dpa

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