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Sport Hannover hat wieder einen Lauf
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00:17 25.02.2015
Die Taktik geht auf: Alexander Gladitz (vorn) hat über die 400 Meter im Ziel acht Hundertstelsekunden Vorsprung. Quelle: Ralf Görlitz
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Für den Silber-Platz sorgte Onnen (LG Hannover) selber. 2,15 Meter überflog er im Hochsprung. Zwar kam er mit dem schwingenden Boden nicht zurecht und wäre gern noch fünf Zentimeter höher gesprungen, doch an Meister Mateusz Przbylko (2,26) aus Leverkusen wäre er nie vorbeigekommen.

Als Onnen gerade fertig war, saß Ruth Sophia Spelmeyer schon im Startblock. Über 400 Meter wurde die Hannoveranerin, die noch für ihren Heimatverein VfL Oldenburg startet, ihrer Favoritenrolle gerecht. 52,99 Sekunden bedeuteten den Sieg und das Ticket zur Hallen-EM. Landhürden-Spezialistin Anna Raukuc (54,91/LGH) wurde Sechste.

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Kaum dass die Frauen wieder atmen konnten, ging das 400-Meter-Finale der Männer los. Alexander Gladitz (LGH) sowie der Magdeburger Thomas Schneider und Miguel Rigau aus Köln hatten in den Vorläufen fast identische Zeiten vorgelegt. „Da war die Taktik, schnell anzugehen und nach der ersten Runde als Führender auf die Innenbahn zu wechseln“, sagte Landestrainer Edgar Eisenkolb. Für Gladitz ging sie auf. Auf der Zielgeraden wehrte er noch den Angriff von Schneider ab. In persönlicher Bestzeit von 46,88 Sekunden siegte der Hannoveraner mit acht Hundertstelsekunden Vorsprung. Trainingspartnerin Spelmeyer herzte ihn als Erste. „Er wird für die EM vorgeschlagen, auch wenn drei Hundertstelsekunden zur Qualifikationszeit fehlen“, sagte Eisenkolb.

Den Schlusspunkt setzte Imke Onnen (LGH). Mit dem Schwingboden kam die Hochspringerin auch nicht zurecht und leistete sich mehr Fehlversuche als die Konkurrenz. Doch als es darauf ankam, hatte sie sich zurechtgefunden. 1,86 Meter, genau ihre persönliche Bestleistung, überflog sie im ersten Versuch. Als Alexandra Plaza aus Köln diese Höhe dreimal riss, war Onnen der Titel sicher.

Platz 7 über 1500 Meter erreichte René Menzel (TSV Kirchdorf/3:51,74), Zwölfte wurde auf der gleichen Strecke Melina Gryschka (Hannover 96/4:32,60).

Freude und Frust: Kugelstoß-Weltmeister David Storl fährt nach seinem starken Comeback nach einer Knieoperation als Goldfavorit zur Hallen-EM nach Prag. Mit der Siegesweite von 21,26 Metern im letzten Versuch setzte er sich an die Spitze der europäischen Jahres-Bestenliste. Raphael Holzdeppe hingegen patzte. Der Stabhochsprung-Weltmeister scheiterte dreimal an der Einstiegshöhe von 5,35 Metern und verpasst damit die EM. Homiyu Tesfaye aus Frankfurt holte sich über 1500 Meter den Titel in guten 3:41,68 Minuten.

Von Matthias Abromeit

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