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23:06 01.06.2014
Thomas Müller spielt gegen Alexandre Song (l.-r.), Henri Bedimo und Eric Choupo-Moting. Quelle: dpa
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Mönchengladbach

Das war noch nicht weltmeisterschaftsreif! Im vorletzten Testspiel vor dem Beginn des Turniers in Brasilien musste sich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft mit einem 2:2 gegen Kamerun begnügen. Zwei Wochen vor dem ersten Gruppenspiel gegen Portugal zeigte das Team von Bundestrainer Joachim Löw gestern Abend in Mönchengladbach zwar seine Spielidee, machte aber noch zu viele Fehler. So verbreitete sich trotz der Tore von Thomas Müller (66. Minute) und André Schürrle (71.) noch keine WM-Stimmung unter den 41 250 Zuschauern.

Bei den Gegentoren von Samuel Eto‘o (62.) und dem Mainzer Eric-Maxim Choupo-Moting (78.) zeigte sich die deutsche Defensive gegen das Team von Trainer Volker Finke zu anfällig. Damit bleibt Löw vor der Generalprobe am Freitag in Mainz gegen Armenien noch einige Arbeit. Dann sollen auch der angeschlagene Kapitän Philipp Lahm und Torwart Manuel Neuer womöglich wieder ins Team zurückkehren. Gestern gehörten zudem Bastian Schweinsteiger und Marcel Schmelzer nach Knieproblemen nicht zum Aufgebot, beide absolvierten aber mittags ein individuelles Übungsprogramm.

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Der WM-Plan von Löw war einen Tag vor Ablauf der Nominierungsfrist, bei der er bis Montag noch drei Spieler aus dem Kader streichen muss, theoretisch zu erkennen. Er wurde von seinem Team auf dem Platz aber nur phasenweise umgesetzt. Vor allem Mesut Özil verlieh dem Spiel als Lenker zu selten Struktur, und auch Mario Götze konnte seine Rolle als Sturmspitze anstelle von Miroslav Klose erneut nicht ausfüllen. Erst nachdem der außen gestartete Thomas Müller für seinen ausgewechselten Bayern-Kollegen ins Zentrum ging, kam die gewünschte Effektivität in die deutsche Offensive.

Zunächst verwertete er eine Flanke von Jerome Boateng zu seinem 17. Länderspiel-Tor und leitete nur fünf Minuten später das 2:1 ein. Sein öffnender Pass erreichte den eingewechselten Lukas Podolski auf der linken Seite, die Hereingabe verwertete der ebenfalls eingewechselte Schürrle ohne Probleme. Podolski stand in dieser Situation allerdings im Abseits.

Mit diesem direkten Angriffsspiel soll das deutsche Team auch bei der WM glänzen. Noch dringender müssen indes die Mängel in der Defensive beseitigt werden, auch wenn auf der linken Abwehrseite Dortmunds Erik Durm ein ordentliches Debüt gab. Noch mehr Gegentreffer der teilweise munter stürmenden Westafrikaner verhinderte der starke Roman Weidenfeller als Vertreter von Neuer im deutschen Tor.

Im defensiven Mittelfeld ordnete Sami Khedira als zentrale Figur das Spiel und zeigte sich sechseinhalb Monate nach seinem Kreuzbandriss athletisch deutlich verbessert. Sein Nebenmann Toni Kroos agierte zumeist mit langen Pässen. Immer wieder versuchte das deutsche Team, die schnellen Offensivleute Müller, Götze und Marco Reus mit steilen, vertikalen Bällen ins Spiel zu bringen. Das klappte aber nur in der ersten Viertelstunde der Partie recht gut.

Von Jens Mende und Klaus Bergmann

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