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Sport Die spektakulärsten Ausraster des Oliver Kahn
Sportbuzzer Sport Die spektakulärsten Ausraster des Oliver Kahn
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10:34 25.06.2014
Von Stefan Knopf
Schütteln, beißen, treten und nebenbei auch Bälle halten: Oliver Kahn. Quelle: dpa
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Hannover

Dann verliert Herzog irgendwann im Mittelfeld den Ball, die Schwaben kommen zu einer Torchance, und Herzog begeht den Fehler, im eigenen Strafraum aufzutauchen. Überrascht muss der Bayern-Profi feststellen: Manchmal kommt der Feind auch aus dem eigenen Team. Wie ein Irrwisch stürmt Oliver Kahn aus seinem Tor, packt den Österreicher am Kragen, schüttelt ihn einmal durch und schubst ihn in einer Bewegung aus dem Strafraum heraus. Die Fußballwelt staunt und prüft kurz den Volksmund: Linksaußen und Torwart haben eine Macke? Scheint zu stimmen.

Es gibt Hitlisten von Kahns spektakulärsten Ausrastern, in denen landet der geschüttelte Herzog sehr weit vorn. Aber Kahn hat in den folgenden Jahren noch mehr zu bieten: Im April 1999 nimmt er sich beim 2:2 der Bayern in Dortmund zunächst den Doppeltorschützen Heiko Herrlich vor und täuscht einen Vampirbiss in den Hals des BVB-Stürmers an, später springt Kahn wie Karate Kid mit gestrecktem Bein auf Stéphane Chapuisat zu. Im September 2002 greift er Thomas Brdaric, damals noch bei Bayer Leverkusen, ins Genick; Brdaric sagt später, er habe „Todesangst“ gespürt. Wiederum zwei Jahre später, im Oktober 2004, macht die Nase von Bremens Stürmer Miroslav Klose - wohlgemerkt ein Kollege aus der Nationalmannschaft - die Bekanntschaft mit Kahns Pranken.

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Einen Gegner hatte Kahn dabei übrigens nie: den Schiedsrichter. Denn einen Platzverweis gab es für keine seiner Tätlichkeiten.

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05.04.2013
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