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Sport Favoriten setzen sich im DFB-Pokal durch
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13:37 01.11.2012
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München

„Eigene Gesetze"? Was für ein Unsinn. Selten gab es im DFB-Pokal weniger aufregende Spiele als in dieser zweiten Runde am Dienstag und Mittwoch. Sensationen? Fehlanzeige.

Nur den Drittligisten Kickers Offenbach und Karlsruher SC gebührt das Verdienst, sich als einzige Mannschaften gegen höherklassige Teams durchgesetzt zu haben. Sie schlugen die Zweitligisten Union Berlin 2:0 (0:0) beziehungsweise den MSV Duisburg mit 1:0 (0:0).

Sogar das einzige Erstliga-Duell konnte nur wenig begeistern. Den 1:0 (0:0 0:0)-Erfolg nach Verlängerung von Fortuna Düsseldorf gegen Borussia Mönchengladbach sahen live in der ARD durchschnittlich nur 4,81 Millionen Fans. Gleichzeitig lockte Rudi Cerne mit seinen ungeklärten Kriminalfällen 5,44 Millionen zu "Aktenzeichen XY". Die Konsequenz könnte sein, dass das Öffentlich-rechtliche Fernsehen im Achtelfinale wieder Bayern München live zeigt - egal gegen wen.

Heimrecht für die Erstligisten

Bayern München setzte sich mit einer B-Mannschaft 4:0 (1:0) gegen den 1. FC Kaiserslautern durch, der VfB Stuttgart fertigte den FC St. Pauli 3:0 (3:0) ab, Schalke 04 siegte 3:0 (1:0) gegen den SV Sandhausen, der VfL Wolfsburg 2:0 (0:0) gegen den FSV Frankfurt. Mainz 05 bezwang Erzgebirge Aue problemlos 2:0 (1:0).

Lediglich Hannover 96 brauchte bei seinem 4:3-Sieg im Elfmeterschießen (1:1, 1:1, 1:1 n.V.) gegen Dynamo Dresden Glück und Torwart Ron-Robert Zieler.

Andersherum hätte jeder dieser Partien echtes "Sensationspotenzial" gehabt. Allein Meister Borussia Dortmund und am Dienstag der SC Freiburg mussten zu Zweitligavereinen reisen. Dabei zeigten die Breisgauer dem souveränen Tabellenführer Eintracht Braunschweig bei ihrem 2:0 (1:0)-Sieg die Grenzen auf. Dortmund siegte souverän 4:1 (2:0) beim VfR Aalen. Unter den 16 noch verbliebenen Mannschaften sind noch elf Erstligisten.

Bayern und Schalke schonten die Stammkräfte

Teams wie die Bayern und Schalke nutzen die Pflichttermine im Pokal deshalb dazu, ihre Reservespieler zu bewegen. Bayerns-Edeljoker Claudio Pizarro nutzte die Gelegenheit, um auf sich aufmerksam zu machen, er traf ebenso zweimal wie der zuvor lange verletzte Arjen Robben. „Es war nicht leicht, aber wir haben es leicht gemacht", sagte der Ersatzkapitän aus den Niederlanden. Vor allem aber hat der Rekordmeister seine Stammkräfte für das Bundesligaspiel am Samstag beim Hamburger SV geschont.

Die meiste Aufregung in dieser tristen Pokalrunde riefen deshalb wieder einmal Anhänger von Dynamo Dresden hervor, die sich vor und während des Spiels in Hannover als "gewaltbereit" zeigten. So mancher bei DFL und DFB wird sich inzwischen ärgern, dass man die nach den Ausschreitungen der Dresdner vor rund einem Jahr in Dortmund verhängte Sperre wieder aufgehoben hatte. Die Debatte um restriktivere Sicherheitsmaßnahmen in den Stadien hat bereits neu begonnen.

dapd/rah

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Nach den Ausschreitungen rund um das Pokalspiel zwischen Hannover 96 und Dynamo Dresden nimmt die Debatte um Stadiongewalt Fahrt auf. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) verlangt mehr Engagement vom Staat. Bei einem Fankongress in Berlin diskutieren am Donnerstag Anhänger über DFL-Vorschläge.

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Am Ende stand er im Mittelpunkt: Ron-Robert Zieler hatte mit zwei klasse Paraden im Elfmeterschießen großen Anteil am Weiterkommen von Hannover 96 im DFB-Pokal. Die Leistung dürfte auch seinem Selbstvertrauen nach zuletzt durchwachsenen Auftritten guttun.

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