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Sport „Wenn Bayern gewinnt ...“
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07:31 30.01.2015
"Die Wolfsburger haben die Chance, die Liga mit einem Sieg wieder spannend zu machen":Felix Magath über das erste Spiel in der Rückrunde. Quelle: dpa
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Herr Magath, heute startet die Bundesliga mit dem Hit VfL Wolfsburg gegen den FC Bayern. Also Zweiter gegen Erster. Kann der VfL den Bayern deren erste Niederlage der Saison zufügen?
Natürlich! Die Wolfsburger haben die Chance, die Liga mit einem Sieg wieder spannend zu machen.

Aktuell haben die Bayern elf Punkte Vorsprung.
Selbstverständlich ist es unwahrscheinlich, dass Bayern sich den Titel nehmen lässt - selbst bei einem Wolfsburger Erfolg. Abgesehen vom VfL kann in dieser Saison kein Team annähernd an die Bayern herankommen. Wenn Bayern gewinnt, ist das Buch Meisterschaft zu.

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Ein Champions-League-Platz dürfte für Wolfsburg Pflicht sein, oder?
Ich würde mich doch sehr wundern, wenn sie aus den Rängen zwei bis vier noch herausrutschen. Das Team ist nach und nach gewachsen. Der VfL hat nach dem FC Bayern auch am meisten in Neuzugänge investiert. Im Mittelfeld haben sie mit Luiz Gustavo und Kevin De Bruyne zwei Spitzenfußballer. Kurz: Man ist auf dem Weg ganz nach oben.

Wie sehr belastet der Tod von Junior Malanda den Verein? Wie wird die Mannschaft damit fertig?
So etwas habe ich zum Glück in meiner Laufbahn noch nicht erleben müssen. Natürlich ist dieser tragische Unfalltod eine enorme Belastung für die Mannschaft. Immerhin hatten die Wolfsburger nun ein paar Wochen Zeit, alles zu verarbeiten. Wie gut es gelungen ist, kann niemand wissen.

Wird das zweite Jahr von Bayerns Trainer Pep Guardiola noch erfolgreicher als die Premieren-Saison? Wird aus dem Double 2014 in diesem Jahr das Triple?
Gut möglich. Guardiola müsste weiter sein als in der letzten Saison. Trainer und Mannschaft müssen sich immer erst finden und gemeinsam entwickeln. Das hat man ja auch an der deutschen Nationalelf mit Bundestrainer Joachim Löw gesehen. In der Endphase der Champions League geht es um Details, um Kleinigkeiten, die über Sieg oder Niederlage entscheiden. Bayern hätte schon letztes Jahr den Pott holen können, scheiterte aber an Real Madrid. Dieses Jahr haben sie es drin, ganz klar.

Welche Vereine packen neben Bayern und Wolfsburg die Qualifikation für die Champions League?
Die Anwärter heißen Leverkusen, Gladbach, Schalke. Bemerkenswert, dass keines dieser Teams in der Hinrunde wirklich konstant war. Man muss auch den FC Augsburg zu den Klubs mit Chancen zählen. Die Augsburger mögen mir verzeihen, aber so richtig vorstellen kann ich sie mir nicht in der Champions League.

Und was ist mit Borussia Dortmund? Kann Trainer Jürgen Klopp noch von Tabellenplatz 17 aus in die europäische Königsklasse durchstarten?
Eins steht fest: Mit dem Abstieg haben die Dortmunder nichts zu tun. Dafür ist der Verein zu groß und stark, das Team zu gut. Im ersten Rückrundenspiel geht es nach Leverkusen, das ist ein Duell zweier hampions-League-Teams. Und eine große Chance für den BVB.

Ein Knackpunkt-Spiel.
Wenn die Dortmunder dieses Spiel gewinnen, können sie durchstarten. Als Trainer muss Jürgen Klopp jedoch nach außen defensiv damit umgehen. Intern allerdings würde ich sagen: „Männer, jetzt zählt‘s! Los geht’s! Wir greifen an!“ Denn im Fußball ist alles möglich.

Selbst ein Abstieg „Ihres“ Hamburger SV?
Letzte Saison habe ich mir größere Sorgen gemacht. Damals hat man sich im Verein nur über die neuen Strukturen unterhalten und so getan, als wäre der Abstiegskampf gar nicht existent. Dass der HSV es noch in der Relegation geschafft hat, waren zwei Wunder, nicht nur eins. Da müssen sie fünf Kreuze machen. Ich denke, dass die Hamburger dieses Jahr nicht mehr in solch eine prekäre Situation kommen - auch der VfB Stuttgart nicht.

Noch einer Ihrer Ex-Vereine.
Den VfB sehe ich sogar stärker als den HSV. Beide Klubs setzen sich von unten ins Mittelfeld der Tabelle ab.

Wer muss absteigen?
Die Paderborner haben sensationell angefangen. Dennoch wird es schwierig in der Rückrunde. Das ist doch normal bei so einem geringen Etat - siehe Eintracht Braunschweig vor einem Jahr.

Und die Bremer, die Sie auch einmal trainiert haben?
Sie gehören zu einer Gruppe von Traditionsklubs, die wohl bis kurz vor Schluss strampeln müssen, es aber schaffen - wie auch Hertha und Köln. Um Freiburg dagegen mache ich mir keine Sorgen.

Interview: Patrick Strasser

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