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Sport Freiburgs Himmelsstürmer machen Europa-Streich perfekt
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18:37 11.05.2013
Foto: Die Freiburger Bank jubelt über den 2:1-Sieg gegen Fürth, durch den die Mannschaft in der Europa League mitspielen darf.
Die Freiburger Bank jubelt über den 2:1-Sieg gegen Fürth, durch den die Mannschaft in der Europa League mitspielen darf. Quelle: dpa
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Fürth

Überglücklich rannte Christian Streich auf den Rasen und feierte mit seinem Überraschungsteam ausgelassen den Sprung auf die europäische Fußball-Bühne. „Die Mannschaft hat heute einfach die Ruhe bewahrt. Dabei hat ja alles nicht so gut begonnen“, freute sich der Trainer des Bundesligisten SC Freiburg nach dem mühsamen 2:1 (0:1) am Samstag bei Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth.

Erst dank einer deutlichen Steigerung in Durchgang zwei sicherten sich die Breisgauer praktisch schon am vorletzten Bundesliga-Spieltag den erhofften internationalen Startplatz. Und nun ist sogar noch viel mehr drin: Im brisanten Saisonfinale gegen Schalke 04 winkt nun die Champions-League-Qualifikation.

Jonathan Schmid (69. Minute) und Max Kruse (78.) schossen Streichs Team zum Sieg, nachdem Matthias Zimmermann die Hausherren früh (3.) in Front geköpft hatte. Gäste-Keeper Oliver Baumann rettete den Dreier, als er in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter von Nikola Djurdjic entschärfte (90.+1). „Das ist Wahnsinn, was wir erreicht haben“, staunte Baumann.

Die Franken verpassten auch im 17. und letzten Heimauftritt einen Erfolg und müssen nun als erstes Team der Bundesliga-Historie ohne einen einzigen Heimsieg zurück in die Zweitklassigkeit. „Das war heute ein Spiegelbild der gesamten Saison“, klagte Präsident Helmut Hack. „Das ist für uns ganz bitter“, gestand Coach Frank Kramer.

„Wer diese Mannschaft unterschätzt und meint, die sind Letzter und können nichts, dem ist nicht mehr zu helfen“, hatte der Gäste-Coach, der am Freitag seinen Vertrag bei den Breisgauern verlängert hatte, vor der Partie eindringlich gewarnt. Seine Profis hörten aber wohl nicht richtig zu: Von Anpfiff an ließen sie sich von den Hausherren einschnüren und wurden prompt bestraft. Nach einer Hereingabe von Edgar Prib war Zimmermann zur Stelle und nickte zur Führung ein.

Jäh war der Tiefschlaf der Gäste damit beendet. Vor allem Kapitän Julian Schuster bemühte sich nun, dem Spiel des Europapokal-Anwärters Struktur zu verleihen. Doch auch wenn Freiburg die Partie nun immer mehr dominierte, echte Torgefahr konnten die Gäste zunächst nicht entwickeln. Fürth igelte sich geschickt rund um den eigenen Strafraum ein und ließ den Favoriten zwar spielen, aber erst einmal nicht entscheidend vor das Tor kommen.

Erst ein dicker Fürther Patzer leitete die erste Großchance für die Gäste ein. Nach einem Fehlpass von Bernd Nehrig leitete Freiburgs Cedrick Makiadi fein auf Kruse weiter. Doch der völlig unbedrängte SC-Profi schoss aus kurzer Distanz über das Tor der Franken. Das war es auch schon mit der Freiburger Herrlichkeit in Hälfte eins.

Kopfschüttelnd saß Streich an der Seitenlinie - und reagierte auf die nicht unverdiente Pausenführung des Tabellenletzten mit der Einwechslung von Vegar Eggen Hedenstad für den unsicheren Christian Günter. Wenig später hatten die Gäste-Fans schon den Torschrei auf den Lippen, als nach einer Ecke der Kopfball von Matthias Ginter an den Innenpfosten klatschte (48.).

Freiburg agierte nun zielstrebiger und kam gefährlicher vor den Kasten der Franken. Doch Hedenstad (57.) vergab, wenig später machte es dann zunächst Schmid nach Vorarbeit von Jan Rosenthal besser. Dann war Kruse zur Stelle, Keeper Baumann ließ Freiburg endgültig jubeln.

dpa

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